16.11.2014
Erschienen in: 05/ 2013 FLUG REVUE

Neuordnung der russischen RaumfahrtSturm auf neue Höhen

Einst war die sowjetische Raumfahrt der Stolz der Nation, doch dann hatten die russischen Nachfolger andere Probleme. Jetzt aber wollen sie dem Vorzeigeobjekt zu neuem Glanz verhelfen.

Sowjetische Ingenieure haben einst zahlreiche geniale Lösungen für die Raumfahrt gefunden, doch mit dem Ende der Sowjetunion kamen plötzlich andere, gravierende Probleme auf die Gesellschaft zu. Die Raumfahrt hatte ihre wichtige Rolle für die Propaganda verloren, und die Öffentlichkeit registrierte verwundert, dass sich jetzt andere in der Umlaufbahn tummelten. Die folgenden Jahre waren auch nicht mehr von Spitzenleistungen geprägt, eher noch von Misserfolgen, vor allem wegen nicht funktionierender Raketen. Höchstens beim Transport von Astronauten zur Raumstation und zurück kann man sich noch auf die zwar mehrfach modernisierte, nichtsdestotrotz betagte Sojus-Kapsel verlassen.

Jetzt aber, rund 20 Jahre später ist die russische Regierung der Meinung, dass sich eine führende Raumfahrtnation wohl anders präsentieren müsse und geht die Lösung der Probleme energisch an. Die Zeit der Stagnation und des Rückblicks auf frühere Erfolge soll endgültig vorbei sein.

Drei Prioritätsbereiche wurden für den Zeitraum bis 2030 formuliert:
1. Neustrukturierung der russischen Raumfahrtindustrie, sicherer Zugang zum All, Entwicklung moderner Raumfahrttechnik, von Know-how und Dienstleistungen für Verteidigung und nationale Sicherheit sowie soziale und ökonomische Entwicklung, Erfüllung der internationalen Verpflichtungen,
2. Entwicklung von Technologie im Interesse wissenschaftlicher Projekte, und
3. bemannte Raumfahrt einschließlich wissenschaftlicher und technischer Grundlagenforschung für die Vorbereitung bemannter Missionen zu Himmelskörpern des Sonnensystems im Rahmen internationaler Kooperation.


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flugrevue.de/Matthias Gründer


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