15.08.2013
FLUG REVUE

Opportunity untersucht geologische Formationen

Der NASA-Marsrover Opportunity ist derzeit mit Untersuchungen zweier aneinander stoßender Felsformationen beschäftigt, deren eine offensichtlich vor sehr langer, trockener Zeit entstanden ist, während die andere, jüngere, Spuren einer "feuchten" Vergangenheit zeigt.

Zwischen beiden gibt es eine sogenannte Kontaktlinie, die zuverlässige Vergleiche der Untersuchungsergebnisse ermöglicht. Sie liegt zu Füßen eines nach Norden zeigenden Abhangs, den die Flugkontrolleure am Boden auf den Namen Solander Point getauft haben. Er wurde als Arbeitsplatz für den bevorstehenden Winter auf der Südhalbkugel des Planeten ausgewählt, weil hier noch genügend Sonnenlicht für die Solarzellenflächen eintrifft. So muss Opportunity nicht, wie in vergangenen Jahren, in den "Winterschlaf" versetzt werden.

Seit seiner Landung im Januar 2004 hat der Rover bereits fünf Marswinter überlebt. In den letzten beiden Jahren hatte er am 2,4 Kilometer entfernten Cape York am Rande des Kraters Endeavour gearbeitet, bevor er vor drei Monaten zum Solander Point aufbrach. Mitte Dezember soll er dann den Hang erklimmen, um die Sonnenstrahlen besser einfangen zu können, deren Minimum im Februar nächsten Jahres erwartet wird. Trotz der dünnen Staubschicht, die mittlerweile die Solarzellen bedeckt und deren Wirkungsgrad beeinträchtigt, hoffen die Experten beim Jet Propulsion Laboratory, das Marsauto den ganzen Winter über mobil halten zu können.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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