06.05.2013
FLUG REVUE

Orion absolviert erfolgreichen Abwurftest

Eine Testversion der Orion-Raumkapsel landete am 1. Mai trotz der Simulation verschiedener Fallschirmprobleme sicher wieder auf der Erde.

Der Test fand in Yuma, Arizona, statt, als der Flugkörper in einer Höhe von 7600 Metern aus der Heckklappe eines Militärtransporters Boeing C-17 abgeworfen wurde. Bei einer Fallgeschwindigkeit von rund 460 km/h, der höchsten bisher von der Orion erreichten, sollten sich die Fallschirme öffnen. Dabei hatten die Testingenieure das System so eingerichtet, dass sich einer der beiden Stabilisierungsschirme gar nicht entfalten und eine der drei Hauptkappen die erste Phase der Füllung überspringen sollte. Dieses komplizierte Manöver lieferte den Experten Daten darüber, wie das Landesystem selbst bei technischen Problemen die Kapsel und damit auch die Besatzung sicher wieder zu Erde zurückbringen kann.

Die Fallschirme für die Orion-Kapsel sind die größten, die bisher für ein bemanntes Raumtransportsystem der USA gebaut worden sind. Bereits aus früheren Tests ergaben sich diverse Änderungen im Design oder Material, so dass die Ingenieure davon ausgehen, dass die Sicherheit der Crew bei künftigen Wasserungen im Pazifik auch dann gewährleistet sein wird, wenn es technische Probleme geben sollte. Schon im Juli soll der nächste Test erfolgen, wenn die Kapsel aus einer Höhe von mehr als elf Kilometern abgeworfen werden wird. Seine Feuerprobe indessen soll das System im nächsten Jahr bestehen, wenn eine Orion-Kapsel am Ende des Exploration Flight Test-1 aus knapp 7600 Kilometern Höhe zur Erde zurückstürzt.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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