09.12.2013
FLUG REVUE

Startschuss für neues KommunikationsnetzwerkProton-Rakete bringt Inmarsat ins All

Am 8. Dezember 2013 startete in Baikonur eine Trägerrakete Proton mit der Oberstufe Breeze M und brachte den Kommunikationssatelliten Inmarsat-5 ins All. Damit ist der Startschuss zum Aufbau des globalen Kommunikationsnetzwerkes GX Aviation gegeben worden.

inmarsat-5

Start der Proton Breeze M mit Inmarsat-5 an Bord. © Boeing  

 

GX Aviation soll Fluggesellschaften und Betreibern von Luftfahrzeugen weltweit Hochgeschwindigkeits-Breitband-Dienste zur Verfügung stellen. Dafür baut Inmarsat die Global-Xpress-Konstellation auf, die Ende 2014 aus drei Satelliten bestehen wird. Damit sollen die Passagiere ab 2015 an Bord von Flugzeugen nicht nur per Telefon und Internet kommunizieren können, sondern auch in der Lage sein, Fernsehsendungen in Echtzeit zu verfolgen.

Die I-5-Satelliten werden von Boeing Satellite Systems International gebaut und basieren auf dem Design des Standardmodells 702HP. Der mehr als sechs Tonnen schwere Inmarsat-5 F1 verfügt über 89 Ka-Band-Transponder und ist der erste der neuen Familie, in die der Kommunikationsdienstleister rund 1,6 Milliarden US-Dollar investieren wird. Nach dem Start beginnt eine dreiwöchige Phase, in der der Flugkörper mittels sieben Zündungen seines Bordtriebwerkes einen elliptischen geostationären Orbit erreichen soll. Ende Dezember werden dann die Solarzellenflächen und Antennen entfaltet, bis Ende Januar wird die endgültige Position erreicht und Anfang Februar beginnt eine Testphase für die Kommunikationsnutzlast.

Inzwischen befinden sich die Flugkörper F2 und F3 in unterschiedlichen Baustadien. Beide werden im nächsten Jahr gestartet, und mittlerweile hat Boeing auch den Auftrag zur Lieferung eines vierten Satelliten erhalten.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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