24.02.2016
FLUG REVUE

NASA sucht AstronautenSo viele Bewerber wie nie

Bis Mitte Februar konnten sich amerikanische Staatsbürger als künftige Astronauten bei der NASA bewerben. Mehr als 18.000 Interessenten haben sich bei der US-Raumfahrtbehörde gemeldet.

NASA-Astronaut Terry Virts

Die NASA will bis 2017 acht bis 14 Kandidaten für eine Ausbildung zum Astronaut auswählen. Auf dem Bild ist Terry Virts bei einem Weltraumspaziergang im Februar 2015 zu sehen. Foto und Copyright: NASA  

 

Mehr als 18.300 Bewerbungen sind bei der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde für den Astronautenjahrgang 2017 eingegangen. Das entspreche drei Mal mehr als bei der letzten Bewerbungsrunde 2012 und übersteige den bisherigen Rekord von 8000 Bewerbungen im Jahr 1978 bei weitem. Das teilte die NASA in einer Pressemitteilung mit.

Vom 14. Dezember 2015 bis zum 18. Februar 2016 konnten sich Interessenten für eine Stelle als NASA-Astronaut bewerben. Nach Angaben der NASA ist das aber lediglich der Beginn eines 18-monatigen Prozesses, an dessen Ende acht bis 14 Kandidaten ausgewählt werden. Mitte 2017 sollen die Namen bekannt gegeben werden.

Die ausgewählten Kandidaten durchlaufen anschließend eine zweijährige Einführung in Raumfahrt-Systeme, werden unter anderem auf Weltraumspaziergänge vorbereitet und lernen Russisch. Diejenigen, die das Training erfolgreich beenden, übernehmen zunächst technische Aufgaben im Astronauten-Büro des Johnson Space Center in Houston, Texas, bevor sie einem der vier verschieden Raumfahrzeuge zugeteilt werden. Zur Auswahl stehen die Internationale Raumstation ISS, die Raumkapsel Orion sowie die beiden kommerziellen Mannschafts-Transporter CST-100 Starliner von Boeing und Crew Dragon von SpaceX, die derzeit entwickelt werden.

Bewerben konnten sich US-Staatsbürger, die mindestens einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurswissenschaften, Biologie, Physik, Informatik oder Mathematik haben und über eine sehr gute körperliche Verfassung verfügen. Zudem sind mindestens drei Jahre Berufserfahrung oder mindestens 1000 Flugstunden als Kapitän erforderlich.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


Weitere interessante Inhalte
Forschung zu alternativen Treibstoffen DC-8 und A320 ATRA fliegen gemeinsam

12.01.2018 - Die US-Aeronautik- und Raumfahrtbehörde NASA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) starten Mitte Januar eine Serie von Forschungsflügen über Deutschland. Im Fokus: der Einfluss von … weiter

Adaptive Flügel Vögel als Vorbild

10.01.2018 - Weniger Treibstoffverbrauch, weniger Lärm: Forscher arbeiten an Flügeln, die ihre Form verändern – ohne Klappen. Bis die Technologie in der kommerziellen Luftfahrt Einzug hält, wird es wohl noch eine … weiter

X-Modelle NASA-Luftfahrtforschung: X-Flugzeuge

30.12.2017 - Schneller, leiser, sparsamer: Mit einer Reihe von X-Flugzeugen will die NASA neuen Öko-Technologien zum Durchbruch verhelfen. Bei der Umsetzung könnten auch Branchenneulinge zum Zuge kommen. … weiter

Kraftpakete der Raumfahrt Top 10: Die stärksten Raketen der Welt

23.12.2017 - Nicht die Länge ist entscheidend, sondern die Leistung für die Aufnahme von Trägerraketen in den exklusiven Club der Kraftpakete. … weiter

Fliegendes NASA- und DLR-Observatorium SOFIA landet zum C-Check in Hamburg

20.11.2017 - Eine zum fliegenden Himmelsbeobachter umgebaute Boeing 747 SP ist am Montag für einen sogenannten C-Check in Hamburg gelandet. Lufthansa Technik macht den Oldie-Jumbo an der Elbe technisch wieder fit. … weiter


FLUG REVUE 02/2018

FLUG REVUE
02/2018
08.01.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Letzte F-16 aus Fort Worth
- Insolvenz NIKI
- Die Neuen von Cessna
- Sea Lion für die Marineflieger
- Sparwunder Open Rotor
- Passagierjets ohne Piloten?
- Raumstation im Marsorbit?