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Rosetta-Zielkomet wird früher aktiv

Rosetta-Zielkomet wird früher aktiv

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Auf seinem Weg in Richtung Sonne wird der Komet Churyumov-Gerasimenko, den die Raumsonde Rosetta der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA im nächsten Jahr erreicht, früher als bisher gedacht beginnen, Gas und Staub zu spucken. Bereits im März 2014 sollte die Aktivität des Kometen von der Erde aus messbar sein.

Zu diesem Schluss kommen Forscher unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS). Die Wissenschaftler werteten zahlreiche Beobachtungsdaten aus, die während der zurückliegenden drei Umläufe des Kometen um die Sonne mit Hilfe erdgebundener Teleskope aufgenommen worden waren. Auf diese Weise konnten sie erstmals die Aktivität des Kometen in allen Phasen seines Umlaufs um die Sonne rekonstruieren.

Den Großteil ihres Daseins verbringen Kometen fernab der Sonne als unveränderliche Brocken aus Eis und Gestein. Erst wenn sie sich der Sonne nähern, setzt eine Verwandlung ein: Leicht flüchtige Stoffe verdampfen vom Kometenkern und reißen Fontänen aus Staub mit. Die Teilchen formen die Koma und hüllen den Kometenkern in dieser Atmosphäre vollständig ein. Aus der Kometenkoma entwickelt sich auch der Schweif, der Kometen ihr charakteristisches Aussehen verleiht. Dennoch sind diese Prozesse längst noch nicht im Detail verstanden. Welche Faktoren setzen dieses Gas- und Staubspucken in Gang? Wie entwickelt sich die Aktivität? Und welche Prozesse auf der Oberfläche und im Kern des Kometen spielen dabei eine Rolle?

Diesen Fragen soll Rosetta nachgehen. Im nächsten Jahr wird sie am Kometen Churyumov-Gerasimenko eintreffen, im Herbst 2014 eine Landeeinheit auf seiner Oberfläche absetzen und ihn auf seinem Weg in Richtung Sonne begleiten. Die Mission bietet somit die einzigartige Möglichkeit, alle Phasen der einsetzenden Kometenaktivität aus der Nähe zu beobachten. Die neuen Ergebnisse der MPS-Forscher deuten nun darauf hin, dass der Komet bereits in einer sehr frühen Phase der Mission spannende Einblicke erlauben könnte.

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