29.06.2017
FLUG REVUE

Vertrag unterzeichnetSatellitenkommunikations-Mission „Heinrich Hertz“ wird realisiert

Am Mittwoch einigten sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Firma OHB System AG über Herstellung, Test und Start des Großprojekts.

Heinrich Hertz Satellit

Die Mission "Heinrich Hertz" wird 2021 starten. Foto und Copyright: DLR  

 

Nach der Vertragsunterschrift des DLR-Vorstands Dr. Gerd Gruppe und des Vorstandsvorsitzenden der OHB System AG, Marco Fuchs, wird nun das Detail-Design sowie die Herstellung und Testphase der benötigten Hard- und Software festgelegt. Die Aufgabe des Satelliten wird es sein, neue Technologien unter den im All extremen Bedingungen wie Temperaturschwankungen, Vakuum und Schwerelosigkeit zu testen. Auch 20 Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik sind an Bord. Die Ergebnisse der autonomen Experimente werden zur Erde gesendet, während der nationale Kommunikations-Satellit diese in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern auf einer geostationären Umlaufbahn umkreist.

"Wenn die Mission ‚Heinrich Hertz‘ im Jahr 2021 startet, wird sie den Grundstein legen für die Sicherung der Zukunft der Satellitenkommunikation", betont Dr. Gruppe, Vorstand des DLR. "In Zeiten von Digitalisierung und Big Data müssen immer größere Datenvolumen schnell und zuverlässig transportiert werden können. Dies ermöglichen neuen Technologien, wie sie auf ‚Heinrich Hertz‘ im Weltraum erprobt werden. Mit der Mission stellt Deutschland international seine Schlüsselkompetenzen in den Nutzlast- und Plattform-Technologien geostationärer Satelliten unter Beweis und sichert seine Systemfähigkeit in diesen Bereichen."

Namensgeber der Kommunikationssatelliten ist der deutsche Physiker Heinrich Rudolf Hertz, der mit seiner Forschung im Bereich elektromagnetischer Wellen den Grundstein für die moderne Kommunikationstechnik legte. Das Projekt „Heinrich Hertz“ wird ressortübergreifend durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Verteidigung realisiert. Für den Bau, Test und Start ist OHB System verantwortlich, aber auch 40 weitere Unternehmen und Einrichtungen steuern neuartige Technologien und die Experimente bei. Die Planung und Durchführung des Projekts obliegt dem DLR Raumfahrtmanagement.




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