26.03.2014
FLUG REVUE

Kopplung mit der ISS verschobenSojus-Kapsel hat Triebwerksprobleme nach dem Start

In der Nacht zum 26. März startete in Baikonur eine Sojus-Rakete mit dem Raumschiff Sojus TMA-12M und drei Astronauten an Bord. Die geplante schnelle Kopplung mit der Internationalen Raumstation musste aber erst einmal verschoben werden, weil die dritte Zündung des Bordtriebwerks zur Bahnkorrektur nicht funktionierte.

expedition 39

Beim Start lief noch alles ohne Probleme ab, aber später gab es Schwierigkeiten mit dem Triebwerk der Sojus-Kapsel. © NASA  

 

Sojus-Kommandant Alexander Skworzow sowie die Flugingenieure Oleg Artjomow und Steve Swanson von der 39. Stammbesatzung sind in guter Verfassung und warten geduldig die neuen Pläne. Auch die ihre neuen Kollegen an Bord der ISS erwartenden drei Astronauten wurden über die Verschiebung informiert. Kommandant Koichi Wakata von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, Rick Mastracchio von der NASA und Michail Tjurin von Roskosmos hatten die Kopplung eigentlich am 26. März kurz vor Mitternacht erwartet, müssen aber nun etwas länger warten.

Die Flugkontrolleure im Moskauer Kontrollzentrum arbeiten nun an einem Plan, nach 34 zusätzlichen Erdumkreisungen die Kopplung zu vollziehen, die dann am 37. März um 19:58 Uhr erfolgen soll. Diese längere Annäherungsphase war eigentlich Standard aller Sojus-Flüge bis zum Dezember 2012, als die Expedition 34 nach zwei Tagen an der Station anlegte. Ab März 2013 hatten die Russen mit dem Flug der Expedition 35 dank neuer Flugsoftware eine stark verkürzte Annäherungsphase eingeführt, die bereits nach vier Erdumkreisungen zur Kopplung führte. Möglicherweise war die Kapsel noch nicht in der richtigen Höhe, als laut Zeitplan das Triebwerk zum dritten Mal gezündet werden sollte, weshalb der Bordcomputer den Vorgang abbrach. In Moskau wird nun fieberhaft nach den genauen Ursachen gesucht.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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