06.02.2018
FLUG REVUE

Kraftpakete der RaumfahrtTop 10: Die stärksten Raketen der Welt

Für die Aufnahme in den exklusiven Club der Kraftpakete ist die Startmasse der Rakete ausschlaggebend.

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Die Ariane 5 ist in unterschiedlichen Versionen seit 1996 im Einsatz. Foto und Copyright: Arianespace  

 

„Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber man kann nicht ewig in der Wiege leben“, schrieb einst Konstantin Ziolkowski. Um sie zu verlassen, bedarf es starker Maschinen mit kräftigen Rückstoßantrieben. Schon frühzeitig hatten Mathematiker erkannt, dass die erste kosmische Geschwindigkeit, die ein Körper benötigt, um eine Kreisbahn um die Erde einzunehmen, 7,91 km/s beträgt. Die Gravitationskraft dieses Körpers, welche in Richtung des Erdmittelpunktes zeigt, ist gleich groß wie die entgegengerichtete Zentrifugalkraft, der Körper ist schwerelos und befindet sich in einem freien Fall um die Erde. Auf dem Mond müsste sich ein Satellit mit mindestens 1,68 km/h fortbewegen. Durch die geringere Schwerkraft des Mondes ist auch die entgegengesetzte Zentrifugalkraft kleiner.

Im Idealfall werden Raketen vom Äquator in Richtung Osten gestartet, um die Erdrotation auszunutzen und so ihre Geschwindigkeit um 0,46 km/s zu erhöhen. Durch eine hohe Eigengeschwindigkeit wird dem restlichen Luftwiderstand und dem dadurch erfolgenden Abremsen entgegengewirkt.

Von der Theorie zur Praxis war es allerdings ein weiter Weg. Die erste kosmische Geschwindigkeit, die ein Körper benötigt, um eine Kreisbahn um die Erde einzunehmen, wurde erstmalig erreicht am 4. Oktober 1957 mit dem Start des künstlichen Erdsatelliten Sputnik. In den USA und der Sowjetunion enstanden in der Folgezeit rasch unterschiedliche Trägerraketen für verschiedene Missionziele.

Welche Rakete weist die größte Startmasse auf und welche kann die größte Nutzlast transportieren? Die Übersicht zeigt die zehn stärksten Rakten, geordnet nach ihrer jeweilgen Startmasse. 


WEITER ZU SEITE 2: Platz 10: 705 Tonnen Startmasse

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www.flugrevue.de/Astrid Kuzia


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