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Triebwerkstests im Wald bei Heilbronn

Triebwerkstests im Wald bei Heilbronn

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Im Institut für Weltraumantriebe am DLR-Standort Lampoldshausen bei Heilbronn werden im Auftrag der ESA Raketenantriebe umfangreich geprüft, getestet und fortentwickelt.

Bereits wenige Jahre, nachdem Eugen Sänger im Jahre 1959 diese Anlagen begründet hatte, begannen dort die ersten Tests von Raumfahrt-Antriebssystemen. Ab 1973 war das Institut für Weltraumantriebe in das Programm der europäischen Trägerraketen vom Typ Ariane eingebunden. Insgesamt verfügt der Standort über verschiedenen Prüfstände mit den Nummern P1 bis P8, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen. Eine umfasst Prüfstände für Versuche unter Umgebungsbedingungen am Boden (Sea Level Tests), während die andere der Simulation von unterschiedlichen Druckverhältnissen dient, wie sie beim Aufstieg um die Raketenaggregate tatsächlich auftreten können. Auf dem Feld der Höhensimulationsanlagen für Oberstufentriebwerke verfügt das DLR in Lampoldshausen über eine einmalige Kompetenz in Europa.

1990 nahm das DLR Lampoldshausen mit P5 den größten Raketenprüfstand Deutschlands in Betrieb, der eigens für das Hauptstufentriebwerk Vulcain der Ariane 5 entworfen worden war. Der überwiegende Teil der Tests am P5 findet unter Bodenbedingungen statt. Zusätzlich ist seit 2005 mit P4.1 der weltweit modernste Höhensimulationsprüfstand für kryogene Oberstufentriebwerke in Betrieb. Er war für die ESA entwickelt und aufgebaut worden. Alle Prüfstände für Satellitentriebwerke werden von EADS Astrium betrieben. Auch das sich derzeit im Einsatz befindliche Vulcain-2-Hauptstufentriebwerk der Ariane 5 sowie das neue Oberstufentriebwerk Vinci für die Ariane 5 ME und die Ariane 6 überstanden in Lampoldshausen ihre Testphasen.

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