24.10.2014
Erschienen in: 01/ 2012 FLUG REVUE

Rückblick: Was kommt nach dem Space ShuttleUS-Hersteller für Raketentriebwerke vor Herausforderungen

In West Palm Beach testete und fertigte Pratt & Whitney Rocketdyne Raketenantriebe und Turbopumpen. Die FLUG REVUE war vor dem Verkauf des Unternehmensbereichs an GenCorp vor Ort.

pratt-whitney-rocketdyne-rl10-fertigung

Das RL10-Triebwerk wurde 50 Jahre in West Palm Beach gebaut. Foto und Copyright: Pratt & Whitney Rocketdyne  

 

IN DIESEM ARTIKEL

Vor einigen Herausforderungen steht derzeit Triebwerkslieferant Pratt & Whitney Rocketdyne (heute Aerojet Rocketdyne). Nach dem Ende des Space-Shuttle-Betriebs wurden bereits rund 300 Stellen abgebaut. „Die Raketenwelt ist nicht so arbeitsreich wie noch vor fünf oder zehn Jahren", sagt Brian McDavid, Site Manager von PWR West Palm Beach beim Besuch der FLUG REVUE in Florida. Dort montierte das Unternehmen bis vor kurzem die komplexen Turbopumpen für das Haupttriebwerk der Raumfähre und setzte sie nach einem Flug wieder instand. Zu Hochzeiten waren es bis zu 15 Einheiten pro Jahr. Nach dem Shuttle-Ende blieben noch zwei zu bearbeiten, bei denen momentan die Arbeiten an-gehalten sind.

Das weitere Vorgehen hängt von zukünftigen Space Launch System (SLS) der NASA ab. „Die NASA sucht nach Wegen, den Weg ins All billiger zu machen. Momentan scheint die Tendenz eher in Richtung einer einmaligen Nutzung zu gehen“, sagt McDavid. Eine der aktuellen Turbopumpen, bei der übrigens Lager von FAG Aerospace aus Deutschland zum Einsatz kommen, kann bis zu 40 Flüge halten, erzeugt aber entspre-chende Kosten. Dennoch ist ihr Ende noch nicht beschlossene Sache: „Wir haben noch 15 flugfertige Shuttle-Haupttriebwerke, die sich für das SLS nutzen ließen.“ Drei bis fünf davon könnten jeweils als Antrieb der Oberstufe der SLS-Rakete dienen.


WEITER ZU SEITE 2: RL10 seit 50 Jahren in der Produktion

1 | 2 | 3 | 4 |     
Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Patrick Hoeveler


Weitere interessante Inhalte
Militärische Schubgiganten Top 10: Die stärksten Kampfflugzeugtriebwerke

10.10.2017 - Seit den 40er Jahren sind die Konstrukteure von Kampfflugzeugen immer auf der Suche nach möglichst leistungsstarken Strahltriebwerken. Schließlich wurden die Jäger und Bomber immer größer und … weiter

Riesiges Trägerflugzeug Stratolaunch absolviert erste Triebwerkstests

21.09.2017 - Erstmals wurden die sechs Triebwerke des Spezialflugzeugs am Boden angelassen. Bis zum Erstflug dauert es aber noch eine Weile. … weiter

Nach Flammabriss im Triebwerk Mitsubishi nimmt MRJ-Flugtests wieder auf

08.09.2017 - Nach einem Triebwerksproblem am 21. August musste die MRJ-Testflotte vorübergehend am Boden bleiben. Nun ist der Prototyp FTA-4 wieder in der Luft. … weiter

EASA und FAA ETOPS-Zertifizierung für A320neo-Antriebe

21.06.2017 - Die beiden Triebwerksoptionen für den Airbus A320neo, das PW1100G-JM von Pratt & Whitney und das Leap-1A von CFM International, haben die ETOPS-180-Zulassung erhalten. … weiter

Pratt & Whitney Getriebefans für E-Jet E2 und MRJ zugelassen

01.06.2017 - Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat die Getriebefan-Triebwerke PW1900G und PW1200G für die neuen Regionaljets von Embraer und Mitsubishi zertifiziert. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF