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Vermessung des Magnetfelds der Erde

ESA-Satellitentrio Swarm gestartet

Die aus drei Satelliten bestehende Konstellation Swarm der ESA wurde heute am frühen Nachmittag von einem russischen Rockot-Träger ins All befördert. Ziel dieser für eine Dauer von vier Jahren ausgelegten Mission ist die Beobachtung des Magnetfelds der Erde.

Der Rockot-Träger hob um 13.02 Uhr MEZ vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland ab. 91 Minuten nach dem Start setzte seine Breeze-KM-Oberstufe die drei Satelliten in einer polnahen kreisförmigen Umlaufbahn in 490 km Höhe aus. Kurz darauf wurde über die Bodenstationen Kiruna in Schweden und Svalbard in Norwegen der Kontakt mit dem Trio hergestellt.

Alle drei Satelliten werden von ESA-Teams im Europäischen Raumflugkontrollzentrum in Darmstadt kontrolliert. In den kommenden Stunden werden sie ihre 4 m langen Instrumentenausleger ausfahren. Während ihrer Einsatzerprobung in den nächsten drei Monaten werden ihre wissenschaftlichen Nutzlasten überprüft, und sie werden auf ihre jeweilige Einsatzbahn befördert.

Die drei Swarm-Satelliten fliegen nach der Trennung von der Oberstufe auf unterschiedlichen Bahnen (Foto: ESA).

Die Swarm-Satelliten werden uns neue Einblicke in die komplexe Funktionsweise des magnetischen Schutzschilds geben, der unsere Biosphäre gegen geladene Teilchen und kosmische Strahlung abschirmt. Mit präzisen Messungen werden sie seine gegenwärtige Abschwächung bewerten und seinen Beitrag zum globalen Wandel erkunden.

Das tiefer fliegende Paar wird sich Seite an Seite in einem Abstand von rund 150 km (10 Sekunden) am Äquator in einer Anfangshöhe von 460 km fortbewegen, während der höher fliegende Satellit in einer Höhe von 530 km zum Einsatz kommen soll.

Swarm ist nach den Missionen CryoSat, GOCE und SMOS die vierte Erdforschungsmission der ESA. Alle vier erweitern unser Wissen über die Erde und ihre Umgebung.

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