05.09.2013
FLUG REVUE

MarsforschungVier Landeplatz-Kandidaten für die nächste Marsmission

Die NASA hat aus einer Gruppe von ursprünglich 22 möglichen Landeplätzen für den Lander InSight vier ausgewählt, welche die besten Voraussetzungen für die Erfüllung der Missionsziele bieten sollen.

InSight Landestelle

Das endgültige Landegebiet liegt ganz in der Nähe des Arbeitsortes von Curiosity. © NASA  

 

InSight (Interior Exploration Using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) wird im März 2016 gestartet und soll sechs Monate später auf dem Mars landen. Der stationäre Lander soll Tiefenuntersuchungen des Marsbodens anstellen, und laut dem Leiter der Standortsuche Matt Golombek vom Jet Propulsion Laboratory der NASA ging es vor allem darum, flache Gebiete mit wenig Gefälle und Geröll zu finden. Die nunmehr in der letzten Auswahl befindlichen Kandidaten liegen alle ziemlich nahe beisammen, und zwar in der Äquatorialebene des Elysium Planitia (siehe Karte). Dort sind auch die Standorte aller bisherigen NASA-Landekörper eingezeichnet, und daraus ist zu ersehen, dass InSight in der Nähe des Arbeitsgebietes von Curiosity niedergehen wird.

In einer nächsten Etappe sollen nun mit Hilfe der hochauflösenden Kameras des Mars Reconnaissance Orbiters die Areale näher untersucht werden, um rechtzeitig vor dem Start das für die Landung geeignetste aussuchen zu können. „So lange die genannten Kriterien erfüllt sind, ist es eigentlich egal, wo InSight arbeiten kann“, sagte Golombek „denn als Missionsziel steht die Untersuchung der inneren Struktur des Planeten als Ganzes. Daher achten wir nur auf Sicherheit und Überlebensfähigkeit.“

Jedes der Landegebiete stellt eine Ellipse mit 130 Kilometern Ost-West- und 27 Kilometern Nord-Süd-Ausdehnung dar. Wird das Zentrum anvisiert, rechnen die Ingenieure mit einer 99-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass die Landung innerhalb einer solchen Ellipse erfolgt. Das Elysium Planitia wurde nur deshalb ausgewählt, weil hier in Äquatornähe zu jeder Jahreszeit genügend Sonnenlicht für die Solarzellenflächen des Landers zur Verfügung steht und die Atmosphäre hier dicht genug ist für die Abbremsung beim Niedergang und die anschließende sichere Landung.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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