25.05.2011
FLUG REVUE

Vor 50 Jahren: Moonward, Ho!

Am 25. Mai 1961, nach Juri Gagarins erstem bemannten Weltraumflug und dem kurz darauf folgenden ballistischen "Hüpfer" von Alan Shephard, wandte sich Präsident John F. Kennedy mit seiner berühmten Rede über "vordringliche nationale Ziele" an den US-Kongress und das Volk der USA, mit der er das Apollo-Mondflugprogramm einläutete.

In seiner sehr emotionalen Rede wies der Präsident darauf hin, dass nunmehr der Weg in den Weltraum offen sei und die Raumforschung den Schlüssel für unsere eigene Zukunft auf Erden darstelle. Als Kernsatz bleibt indessen das folgende Statement in Erinnerung:

"I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the Moon and returning him safely to Earth."

Schon 1960 hatte Kennedy in der Zeitschrift "Missiles and Rockets" geschrieben:
"Im Weltraum findet zwischen den Russen und uns ein strategischer Wettlauf statt, und wir sind am Verlieren. Sollte demnächst ein Mensch die Erde umkreisen, wird er Iwan heißen. Wenn aber die Sowjets den Weltraum kontrollieren, dann werden sie auch die Erde kontrollieren, wie in den vergangenen Jahrhunderten ein Land, das die Seeherrschaft besaß, auch die Kontinente beherrschte. Wir können es uns nicht leisten, in diesem entscheidenden Rennen die Zweiten zu sein. Der Weltraum ist unsere große neue Grenze."

Noch vor Ende der 1960er Jahre also einen Menschen auf den Mond und vor allem sicher wieder zu Erde zurückzubringen, erschien vielen als eine Utopie, den meisten Amerikanern jedoch als Herausforderung. Tatsächlich wurde mit der Landung der Mondfähre Eagle am 20. Juli 1969 im Meer der Ruhe die Vision Kennedys erfüllt, und bis 1972 arbeitete ein Dutzend Männer auf der Oberfläche des Mondes.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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