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Was suchen die da?

Curiosity bohrt neue Löcher in den Mars

„Windjana“ heißt der Sandsteinblock, den die Geologen für interessant genug hielten, dass die große Schlagbohrmaschine am Roboterarm des Marslabors erst eine Probe- und schließlich eine „Tiefenbohrung“ vornahm – mit einem Durchmesser von 1,6 und einer Tiefe von 6,5 Zentimetern.

Zuvor aber hatte sich das Marsauto der Steinplatte erst einmal vorsichtig genähert und diese von allen Seiten „beschnuppert“. Offensichtlich nahmen die Experten das Trümmerstück tatsächlich wichtig, warum genau, teilten sie der Öffentlichkeit allerdings nicht mit. „Der Stein ist fein gekörnt, er hat eine andere Farbe als der Oberflächenstaub in der Umgebung, und an manchen Stellen ist er härter“, sagte Melissa Rice vom California Institute of Technology on Pasadena. Sandstein eben, nun ja, der von feinem Staub bedeckt ist, wie er bei den öfter auf dem Roten Planeten auftretenden Staubstürmen über Tausende Kilometer weit getragen wird. Da kann er schon mal eine andere Farbe haben, als der Felsen des Untergrundes.

Also wurde zuerst die rotierende Drahtbürste (Dust Removal Tool) in Gang gesetzt und eine ebene Fläche freigefegt, auf der dann die etwa zwei Zentimeter tiefe Probebohrung niederge-bracht wurde. Schließlich die „Tiefenbohrung“. Eine Portion des dabei gewonnenen Gesteinsmehls soll nun gründlich analysiert werden, weil die Wissenschaftler wissen wollen, auf welche Art und Weise einst der Sand so zusammengepresst wurde, dass er einen Stein formte.

Seit der Rover auf dem Mars gelandet ist, war dies die dritte Bohrung zur Gesteinsanalyse. Die ersten beiden wurden vor einiger Zeit rund vier Kilometer nordöstlich der jetzigen Position durchgeführt, und zwar in sogenanntem Schlammstein, der einst aus der Vermischung vulkanischer Asche mit Wasser entstanden ist.

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