25.04.2013
FLUG REVUE

Weltraumschrott: Dringender Handlungsbedarf

Heute ging die bisher größte Konferenz zum Thema Weltraumschrott unter anderem mit dem einvernehmlichen Ergebnis zu Ende, dass dringender Bedarf besteht, die aktive Entfernung von Weltraummüll anzugehen und nachhaltige Strategien für zukünftige Missionen umzusetzen.

Die Resultate der sechsten europäischen Konferenz zum Thema Weltraummüll wurden heute im Rahmen einer abschließenden Pressekonferenz präsentiert, die im Europäischen Satellitenkontrollzentrum der ESA (ESOC), in Darmstadt stattfand. Der Großteil der Konferenzteilnehmer war sich darüber einig, dass die wachsende Population von Weltraummüll auch eine wachsende Gefahr für wirtschaftlich und wissenschaftlich unverzichtbare orbitale Regionen darstellt. Die heutige Satelliteninfrastruktur bringt Bürgern und der weltweiten Wirtschaft tägliche Vorteile und hat auch darüber hinaus einen unermesslichen Wert. Die Wiederbeschaffungskosten der zirka 1000 aktiven Satelliten in der Erdumlaufbahn werden auf eine Höhe von knapp 100 Milliarden EUR geschätzt

Die Konferenzergebnisse lieferte das Abschlusspodium bestehend aus leitenden Forschern von Weltraummüll und Handlungsbeauftragten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), der französischen Weltraumagentur CNES, der italienischen Weltraumagentur ASI, der UK Space Agency, dem Komitee für Weltraumforschung (COSPAR), der International Academy of Astronautics (IAA) sowie der ESA.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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