22.01.2014
FLUG REVUE

Großes Interesse an der Erforschung des Roten PlanetenWissenschaftsnutzlast für den Marsrover 2020

Die NASA hatte Wissenschaftler im vergangenen September aufgefordert, Vorschläge für die wissenschaftliche Instrumentierung des nächsten Marsrovers einzureichen, und 58 Antworten gingen ein – doppelt so viele wie bei vergleichbaren früheren Aktionen. Allein 17 Reaktionen stammten von internationalen Partnern.

Mars 2020

Noch weiß man nicht genau, wie der nächste Marsrover aussehen wird, doch gibt es sicher zahlreiche Ähnlichkeiten zum aktuellen „Curiosity“. © NASA  

 

Nach Einschätzung des Wissenschaftsdirektorats der Agentur ist das starke Echo ein Zeichen für das außergewöhnliche Interesse der Wissenschaftler an der Erforschung des Roten Planeten. Jetzt werden sich Experten mit den Vorschlägen befassen und entsprechend der Abmessungen und der verfügbaren Nutzlast des Rovers die bestmögliche Kombination an Geräten und Instrumenten zusammenstellen. Die endgültige Auswahl soll in fünf Monaten abgeschlossen sein.

Die Mission Mars 2020 wird eine wichtige Etappe auf dem Weg zum ersten bemannten Marsflug etwa im Jahre 2030 sein. Neben der Suche nach Spuren möglichen früheren Lebens geht es vor allem um die heutige Bewohnbarkeit des Planeten und um die Erforschung möglicher Risiken einer bemannten Mission. Wie gefährlich ist der Marsstaub wirklich? Ist es möglich, aus dem Kohlendioxid in der dünnen Marsatmosphäre Sauerstoff und sogar Raketentreibstoff herzustellen? Das sind nur zwei der wichtigen Fragen, die mit dieser Mission beantwortet werden sollen.

Der Rover Mars 2020, der ganz sicher noch einen Eigennamen erhalten wird, soll auf dem Chassis des gegenwärtigen Marsautos Curiosity basieren und auch mit dessen bewährter Landetechnik auf die Marsoberfläche befördert werden. Das spart Zeit und Kosten. Vorher allerdings werden noch der Orbiter MAVEN und der Lander InSight im Rahmen des Mars Exploration-Programms der NASA sowie die beiden ExoMars-Missionen 2016 und 2018 ihre speziellen Aufgaben auf unserem Nachbarplaneten erfüllen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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