08.05.2017
FLUG REVUE

Experimental-Raumgleiter der US Air ForceX-37B landet nach 718 Tagen im All in Florida

Der geheimnisvolle Raumgleiter X-37B der US Air Force ist nach fast zwei Jahren im Weltraum am Kennedy Space Center in Florida gelandet.

Boeing X-37B der US Air Force

Die X-37B landete nach der insgesamt vierten Mission am 7. Mai 2017 auf der Kennedy Space Center Shuttle Landing Facility der NASA in Florida. Foto und Copyright: Secretary of the Air Force Public Affairs  

 

Das unbemannte, wiederverwendbare Raumflugzeug X-37B ist am Sonntag nach 718 Tagen im All wieder zur Erde zurückgekehrt, wie die US Air Force mitteilte. Das Experimentalflugzeug landete erstmals auf der Landebahn des Kennedy Space Centers, wo früher auch die Space Shuttles aufsetzten.

Es war die vierte Mission (Orbital Test Vehicle mission 4, OTV-4) einer X-37B. Das OTV-Programm, das zwei Raumflugzeuge umfasst, bringt es nun insgesamt auf 2085 Tage im All. Das von Boeing entwickelte Mini-Space-Shuttle habe während OTV-4 Experimente im Orbit durchgeführt, so die Air Force. Was genau untersucht wurde, darüber hält sich die amerikanische Luftwaffe bedeckt. Die fünfte X-37B-Mission soll laut Air Force noch in diesem Jahr von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida starten.

Das OTV-Programm hat nach Angaben der Air Force zwei Ziele: wiederverwendbare Weltraum-Technologien zu testen sowie Experimente im All durchzuführen und die Ergebnisse zur Erde zurückzubringen. Gestartet wird das 2,9 Meter hohe und 8,9 Meter lange Flugzeug mit einer Spannweite von 4,5 Metern an Bord einer Atlas-5-Rakete von ULA.

Das ursprüngliche X-37-Programm begann 1999 unter Führung der NASA, 2004 übergab die US-Raumfahrtbehörde das Projekt an die Forschungsorganisation des Verteidigungsministeriums DARPA. Erstmals startete eine X-37B von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida am 22. April 2010.


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Ulrike Ebner


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