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Die DIN 8330 ist der Maßstab für Fliegeruhren

Die erste deutsche Uhrennorm in Jahrzenten Die DIN 8330 ist der Maßstab für Fliegeruhren

Die deutschen DIN-Normen im Uhrenbereich genießen national und international seit vielen Jahren höchstes Ansehen und stellen ein besonderes Qualitätsmerkmal dar. Auf Anregung und unter intensiver Mitwirkung von Sinn Spezialuhren entstand zum ersten Mal seit Jahrzehnten mit der DIN 8330: "Zeitmesstechnik – Fliegeruhren" eine neue deutsche Uhrennorm. 

Als Traditionshersteller von Fliegeruhren hat Sinn Spezialuhren die Initiative zur Entwicklung einer anerkannten DIN-Norm ergriffen und maßgeblich vorangetrieben: Am Anfang stand der in Zusammenarbeit von SINN mit dem Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen entwickelte "Technische Standard Fliegeruhren” (TESTAF). Darauf aufbauend wurde, wiederum auf Initiative von SINN, die DIN 8330 für Fliegeruhren entwickelt, die im März 2016 eingeführt wurde.


Die Uhren nach DIN 8330 sind darauf ausgerichtet, die vorgeschriebenen Instrumente zur Zeitmessung bei Ausfall oder Verdacht auf Störung in vollem Umfang zu ersetzen. Somit entstand die Herausforderung den kompromisslos hohen Anspruch, der an die Ausrüstung von Flugzeugen und Hubschraubern gestellt wird, auf Armbanduhren zu übertragen.

Differenzdruckprüfung in einem Vakuumexsikkator: Eine Fliegeruhr nach DIN 8330, wie die 103 Ti UTC IFR, muss mehrtausendfache Druckwechselbelastungen aushalten.

Darunter zählen beispielsweise eine schnelle und eindeutige Ablesbarkeit des Zifferblattes bei Tag und in der Dunkelheit, die Bedienbarkeit auch mit Fliegerhandschuhen sowie die Ganggenauigkeit nicht nur bei Raumtemperatur, sondern auch bei minus 15 °C und plus 55 °C. Die DIN-Prüfungen zur physischen Belastbarkeit beinhalten nicht nur einen einfachen Unterdrucktest, sondern einen mehrtausendfachen Druckwechselzyklus, der die Belastung der Uhr durch den wechselnden Druck bei Auf- und Abstieg eines Luftfahrzeugs im täglichen Dauerflugbetrieb simuliert.

Eine DIN-Fliegeruhr muss auch genau definierten Vibrationen, Stoß- und Fliehkraftbelastungen, Temperaturwechseln und nicht zuletzt Magnetfeldern standhalten sowie eine besonders sichere Bandbefestigung aufweisen.

103 Ti UTC IFR in einer Zentrifuge zur Überprüfung der G-Belastung. Es wird mit einer Belastung von 6G getestet.

Mit der Entwicklung der Fliegeruhr 103 Ti IFR, eine der weltweit ersten nach DIN 8330 zertifizierten Fliegeruhren, ist es SINN gelungen, genau diese Anforderungen für den Flugbetrieb nach Instrumentenflugregeln (IFR = instrument flight rules) zu erfüllen.

Unterstützt wird dies durch die Ausstattung mit einer Reihe unserer Technologien: die Ar-Trockenhaltetechnik für erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit sowie die Funktionssicherheit im Temperaturspektrum von minus 45 °C bis plus 80 °C. Das Gehäuse aus amagnetischem Reintitan gewährleistet, dass der Zeitmesser nicht selber zur Störquelle von Magnetfeldern wird.

All dies bedeutet nicht nur mehr Sicherheit im Flugbetrieb, sondern auch eine deutlich erhöhte Alltagstauglichkeit von Uhren nach DIN 8330. Vergleichbare Vorschriften, die Anforderungen an eine Armbanduhr zur Erfüllung einschlägiger luftfahrttechnischer Vorschriften sowie mit einer mit Bordinstrumenten vergleichbaren Widerstandsfähigkeit definiert, gab es bislang nicht.

Mit den Initiativen für den TESTAF und für die DIN 8330 hat Sinn Spezialuhren den Anspruch unterstrichen, funktionale, hochwertige und technologisch anspruchsvolle Uhren zu entwickeln. Für die deutsche Uhrenindustrie ist die neue Fliegeruhrennorm ein wichtiger Impuls, um die führende Rolle in diesem Segment im internationalen Wettbewerb zu erhalten und auszubauen.

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