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A320-Sektionen für chinesische Endmontage

Airbus Hamburg: 200. "Shipset" für Tianjin

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Airbus hat im Hamburger Hafen den 200. Satz von Rumpfsektionen für die chinesische A320-Endmontagelinie in Tianjin verschifft. Hamburg ist bei Airbus das Logistik-Drehkreuz für die A320-Endmontagelinien außerhalb Europas.

Der 200. Teilesatz für das Flugzeug mit der Werknummer MSN6269 wurde am 28. Juli auf dem HHLA Container Terminal Tollerort auf das Containerschiff "Cosco Hope" verladen und auf den Weg nach Asien geschickt, meldete der Hamburger Hafen. Der Seetransport nach Tianjin dauere rund 40 Tage.

Vier sogenannte Shipsets werden pro Monat auf Containerschiffen vom Hamburger Hafen nach Tianjin transportiert. Der vordere und hintere Rumpf, Höhen- und Seitenleitwerk, die Hauptfahrwerksklappen sowie die inneren Landeklappen werden auf einem speziellen Transportschiff zunächst vom Airbus-Anleger in Finkenwerder zum HHLA Container Terminal Tollerort transportiert. Die Triebwerksaufhängungen (Pylone) werden separat per LKW zum Terminal im Hafen geliefert. Dort werden alle Komponenten auf speziellen Seetransportgestellen ins Containerschiff geladen.

Die A320-Flügel für die chinesische Fertigung werden dagegen mittlerweile direkt in Tianjin vom Airbus Partner XAC gebaut und vor Ort geliefert. Die A320 Endmontagelinie in Tianjin baut seit 2008 Flugzeuge der Serien A319 und A320 und fertigt derzeit eine Rate von vier Flugzeugen pro Monat. Sie war die erste Endmontagelinie von Airbus außerhalb Europas. Seit über sechs Jahren fungiert der Airbus Standort Hamburg als Logistik-Hub für die A320-Produktionsaktivitäten außerhalb Europas. Auch in den USA baut der Flugzeughersteller derzeit ein neues A320-Endmontagewerk auf.

Thomas Koch, Geschäftsführer des HHLA Container Terminals Tollerort, sagte: "Die Verladung der Airbus-Shipsets ist wichtig für den Industriestandort Hamburg. Wir freuen uns über das langjährige Vertrauen unseres Kunden Cosco und von Airbus bei diesem spektakulären Transport. Auch wenn sich nach 200 Verladungen eine gewisse Routine eingestellt hat, ist jede Verladung eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen."

Im Jahr 2013 wurden in Deutschlands größtem Seehafen 1,9 Mio. Tonnen in diesem Segment verladen. Projektladung macht vor allem im Export einen großen Anteil aus. 503.000 Tonnen verschifften Industrieunternehmen aus Deutschland, Mittel- und Osteuropa über den Universalhafen Hamburg, der nicht nur im Containerverkehr sondern auch im Bereich der konventionellen Stückgut- und Projektverladung eine bedeutende Drehscheibe in Europa ist.

Hamburg gehört zu den TOP-3-Industriestandorten Deutschlands. Weltunternehmen wie Airbus, Aurubis, Beiersdorf, Unilever, Lufthansa Technik oder Bode Chemie begründen und stärken Hamburgs Ruf als weltweit bedeutender Industriestandort. Für den Handel mit der Volksrepublik China ist Hamburg die zentrale Drehscheibe in Europa. Im Hamburger Hafen macht der Containerumschlag mit China und Hongkong rund 29 Prozent des gesamten Containerumschlags aus und erreichte 2013 eine Umschlagmenge von 2,7 Millionen TEU (+ 2,9 Prozent).

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