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Airbus-Zweistrahler errreicht die Ziellinie

Airbus A350 erhält FAA-Zulassung

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Die neue Airbus-Zweistrahlerfamilie A350 hat nach der EASA-Zulassung auch die Zulassung der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA erhalten. Damit hat das Test- und Zulassungsprogramm die wichtigsten Hürden genommen und der kommerzielle A350-Flugbetrieb darf beginnen.

Die A350-900, "das neueste Verkehrsflugzeug der Welt" (Airbus), habe am 12. November die Musterzulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA erhalten, meldete Airbus am Donnerstag. Die Dokumente seien am FAA-Hauptsitz in Washington D.C. im Rahmen einer offiziellen Zeremonie unter anderem von Peggy Gilligan, Associate Administrator for Aviation Safety der FAA, und Allan McArtor, Chairman der Airbus Group Inc., unterzeichnet worden. Die erteilte Zulassung gelte für die A350-900 mit Trent XWB-Triebwerken von Rolls-Royce. Der Meilenstein folge auf die bereits erteilte Musterzulassung des Flugzeugs durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA vom 30. September. 

Für die Musterzulassung durch die EASA und FAA musste die A350-900 ein Programm strenger Prüfungen bestehen, bei denen Flugzeugzelle und Systeme weit über ihre normalen Betriebsgrenzen hinaus beansprucht wurden. Die Flotte der fünf A350-900-Testflugzeuge absolvierte über 2600 Flugteststunden. 

Mit der erteilten Zulassung der beiden entscheidenden Luftfahrtbehörden steht der A350 der kommerzielle Liniendienst offen. Das erste Kundenflugzeug, MSN6, die künftige A7-ALA, befindet sich derzeit im Abnahmeprozess und soll noch vor Jahresende aus Toulouse an Qatar Airways ausgeliefert werden. Qatar Airways erhält zunächst exklusiv ein ganzes Produktionslos mit den ersten acht Kundenflugzeugen, bevor auch A350-900 für Vietnam Airlines, Finnair, Cathay Pacific und Singapore Airlines folgen. Bis Ende Oktober 2014 hatte Airbus für die A350 XWB 750 Bestellungen von 39 Kunden aus aller Welt verbucht.

Für Airbus ist die größte Herausforderung nun, den ehrgeizigen Produktionshochlauf ohne Störungen zu schaffen. Dabei sind gegenüber den Zulieferern bereits monatliche Produktionsraten von bis zu zwölf Flugzeugen im Gespräch, die binnen weniger Jahre erreicht werden sollen. Die Airbus-Entwicklungsteams sitzen derweil schon an der nächsten Version A350-1000, mit der Airbus erstmals das Boeings-Erfolgsmodell 777-300ER direkt angreift.

Eine fabrikneue A350-900 mit typischer Ausstattung kostet 295,2 Millionen Dollar, die nochmals gestreckte A350-1000 kostet 340,7 Millionen Dollar. Die angesichts der mittlerweile erschienenen A330neo nicht mehr aktiv vermarktete kürzere A350-800 steht noch mit 260,9 Millionen Dollar in der aktuellen Preisliste. Zum Vergleich: Eine neue Boeing 777-300ER kostet 330 Millionen Dollar, die künftige Boeing 777-8X wird für 360,5 Millionen Dollar und die gestreckte Boeing 777-9X für 388,7 Millionen Dollar angeboten.

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