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American Airlines und US Airways zittern um Fusion

American Airlines und US Airways zittern um Fusion

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American Airlines und US Airways drängen auf eine zeitnahe rechtliche Klärung ihrer vorerst ausgebremsten Fusion.

"Wir haben gemeinsam einen Prozessbeginn am 12. November beantragt", sagte American Airlines-Chef Tom Horton. Vor zwei Wochen hatte das US Justizministerium (DoJ) den Zusammenschluss wegen schwerer Wettbewerbsbedenken gestoppt und einen Prozesstermin am 10. Februar 2014 beantragt.

Das Nein aus Washington hatte American und US Airways zur Monatsmitte kalt erwischt - nach grünem Licht aus Europa rechneten beide Airlines auch in ihrem Heimatmarkt fest mit einer Genehmigung der Fusion unter allenfalls geringen Auflagen.

Die Kartellbehörde sorgt sich nach einer Reihe von Elefantenhochzeiten am US Airlinemarkt inzwischen um Wettbewerb und Preisstabilität. "Seit 2005 hat sich die US Airlineindustrie einem erheblichen Umbau unterzogen", schreibt das DoJ in der Anfechtung. "Die Konsolidierungswelle begann 2005 mit der Fusion von US Airways und American West, aus der die heutige US Airways hervorging."

2008 vereinigten sich Delta Air Lines und Northwest Airlines zur neuen Delta. Zwei Jahre später fusionierten United und Continental Airlines. Im Jahr 2011 zogen die Günstiglieger Southwest und AirTran nach.


69 Prozent aller Slots in Washington
"Insbesondere Passagiere am Flughafen von Washington D.C. würden die Folgen einer Fusion (von American Airlines und US Airways, Red.) spüren", begründet das DoJ seine Anfechtung.

Am Reagan International Airport halte US Airways bereits jetzt 55 Prozent der Slots. Nach einem Zusammenschluss mit American Airlines würde das neue Unternehmen "69 Prozent der An- und Abflüge" in der US Hauptstadt kontrollieren. Dies sei sechs Mal soviel Verkehr wie der nächste Wettbewerber in Washington erreiche.

American und US Airways teilen diese Bedenken nicht. "Die Beantragung eines Prozesstermins im November unterstreicht unseren festen Glauben an unsere Fusion mit US Airways und an deren Rechtmäßigkeit", sagte Horton.

Horton steht gehörig unter Druck: der im Februar vereinbarte, elf Milliarden US Dollar schwere Zusammenschluss mit US Airways ist die Grundlage für den Ausstieg aus der Planinsolvenz, in der American Airlines ihre Finanzen sanierte. Der American Airlines-Chef hatte Gläubigern und Aktionären nach einer Fusion Milliardengewinne in Aussicht gestellt. Auch US Airways-Chef Doug Parker - die treibende Kraft hinter der Fusion - müsste im Falle eines endgültigen Neins aus Washington umplanen. US Airways hat bereits ihren Ausstieg aus dem Lufthansa-Bündnis Star Alliance im nächsten Frühjahr bekannt gegeben.

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