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Boeing 747-200/-200F

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Die Boeing 747-200 ist ein vierstrahliges Passagierflugzeug des US-amerikanischen Herstellers Boeing. Das Großraumflugzeug ist die Weiterentwicklung der allerersten 747-Version.

Die Boeing 747-200 ist heute der "Klassiker" innerhalb der 747-Baureihe. In den 70er und 80er Jahren war sie weltweit bei vielen Fluggesellschaften das Flaggschiff auf der Langstrecke.

Geschichte der Boeing 747-200/-200F
Die erste 747-200 wurde am 16. Januar 1971 an die niederländische KLM ausgeliefert. Die Lufthansa erhielt am 5. Mai 1971 ihre erste Maschine. Als Ablösung folgte meist in den 1990ern die Boeing 747-400. Bei der Lufthansa war die 747-200 bis kurz nach der Jahrtausendwende in der Passagierversion im Einsatz.

Die Boeing 747-200F revolutionierte den Luftfrachtverkehr. Sie ist eine sehr erfolgreiche Version des Jumbo Jets. Mit der Boeing 747-200F hatten die Fluggesellschaften erstmalig die Möglichkeit, großvolumige und schwere Frachten zu transportieren, die vorher militärischen Frachtflugzeugen wie der Lockheed C-5A oder der C-141 Starlifter vorbehalten waren. Frachtjumbos der Version 747-100 wurden von Boeing nicht hergestellt. Bei diesen Maschinen handelt es sich ausnahmslos um Passagierflugzeuge, die zu Frachtern umgebaut wurden.

Der grundlegende konstruktive Aufbau der Boeing 747-200 und der 747-200F ist gleich. Beide Typen wurden auf der gleichen Endmontagelinie gefertigt. Hervorstechendste Merkmale der Frachtversion 747-200F sind die fehlenden Fenster im Rumpf sowie die hochklappbare Nase, durch die ein einfaches Beladen des Hauptdecks möglich ist. Das Öffnen und Verriegeln dauert rund 90 Sekunden und kann von zwei Kontrollpanels aus gesteuert werden. Erstkunde der Boeing 747-200F war die Deutsche Lufthansa, die am 9. März 1972 ihren ersten Fracht-Jumbo (Kennzeichen D-ABYE) erhielt.

Eine weitere Variante war die 747-200B. Sie erhielt wie die 747-100B Verstärkungen an Rumpf, Fahrwerk und Tragflächen. Hinzu kamen stärkere Triebwerke, eine erhöhte Treibstoffkapazität und ein ausgebautes Oberdeck. Von 225 produzierten 747-200B ging die erste Maschine am 16. Januar 1971 an KLM und die letzten beiden erhielt 1990 die US Air Force, wo sie unter der Bezeichnung VC-25A von der US-Regierung genutzt werden.

Die beiden VC-25A befördern den US-Präsidenten und werden sodann als Air Force One bezeichnet. Speziell für ihre Einsatzzwecke erhielten die Maschinen modernste Kommunikationseinrichtungen, Abwehrmaßnahmen, eine besonders geschützte Elektronik und die Möglichkeit zur Luftbetankung.

Technische Daten
Modell Boeing 747-200/-200F
Hersteller Boeing
Land Vereinigte Staaten (USA)
Passagierkapazität 452 (2 Klassen) Personen
maximale Passagierkapazität 516 Personen
Besatzung 3 Personen
Antrieb Vier Turbofans
Rumpflänge 70,66 m
Rumpfhöhe 19,33 m
Rumpfdurchmesser 7,85 m
Kabinenlänge 57,00 m
Kabinenhöhe 2,54 m
Kabinendurchmesser 6,16 m
Spannweite 59,64 m
Flügelfläche 511 m²
Leermasse 170.550 kg
Maximale Startmasse 362.875 kg
Maximale Nutzlast 68.265 kg
Maximale Geschwindigkeit 969 km/h / Mach 0.91
Startstrecke 3.298 m
Landerollstrecke 2.109 m
Dienstgipfelhöhe 13.747 m
Reichweite 11.378 km / 6.140 nm mit 452 Passagieren
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