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Boeing 777X

Boeing setzt auf die große Bühne von Dubai

Längst hat sich Boeing auf die Entwicklung der 777X festgelegt. Noch im Oktober dürfte der Vorstand um Jim McNerney das noch ausstehende formelle Go für die nächste Triple Seven beschließen.

Im Regelfall tagt das Boeing Exekutivgremium immer zum Ende eines Monats. Für die offizielle Ankündigung des Programmstarts soll sich Seattle aber die Dubai Airshow vom 17. bis 21. November ausgesucht haben. Wahrscheinlich nicht ganz ohne Grund.

Den Titel des Erstkunden der 777X darf sich Lufthansa ans Revers heften - stattliche 34 777-9X bestellte der größte europäische Airlinekonzern im September für seine Langstreckenflotte. Das wirkliche Volumengeschäft mit dem neuen Twin wird Boeing allerdings in den Boommärkten am Arabischen Golf und in Asien machen.

Großkunde Emirates soll auf der Dubai Airshow mit einem Megaauftrag den würdigen Rahmen für den offiziellen Start der 777X setzen. Bereits vor zwei Jahren bestellte die Airline bei ihrem Heimspiel in Dubai auf einen Schlag 50 777-300ER.

Schon seit 2009 ist Emirates der weltweit größte 777-Betreiber - rund 130 Triple Seven fliegen inzwischen in den Farben der Golfairline, darunter 90 777-300ER.

Emirates Chef Tim Clark lässt keinen Zweifel daran, dass man am Golf auch fest mit der 777X plant. "Alle Betreiber der 777 interessieren sich für die 777X", sagte Clark im Juni.

Emirates wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wie Lufthansa für die ultralange 777-9X entscheiden. Dieses Flugzeug dürfte mit einer Reichweite von 8.000 nm und einer Bordkapazität von 406 Passagieren auch für Emirates sehr profitabel einsetzbar sein.

Seine kleine Schwester, die 777-8X, wird mit ihren rund 350 Sitzen an Bord etwa in der Liga der aktuellen 777-300ER spielen. Zeitgleich werde das Flugzeug mit etwa 9.500 nm aber eine vergleichbare Reichweite wie die 777-200LR bieten, verriet Boeing Marketingmann Mike Bair im Juni auf der Pariser Luftfahrtmesse.

Für Lufthansa dürfte der große Einsatzradius eher ein Argument gegen die 777-8X gewesen sein - in Frankfurt bezahlt man seit jeher ungern für ungenutzte Reichweite. Emirates könnte mit dem Flugzeug hingegen nonstop 350 Passagiere bis an die Westküste der Vereinigten Staaten fliegen und sollte daher auch einige 777-8X mit in den erwarteten Auftrag nehmen.

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