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Bundeswirtschaftsminister besucht Airbus in Toulouse

Gabriel sagt politische Unterstützung für A350 und A380 zu

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat bei einem Besuch des Airbus-Hauptquartiers in Toulouse gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Arnaud Montebourg politische Unterstützung für die Weiterentwicklung der Airbus-Programme A350 und A380 zugesagt.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel habe am 16. Juni in Toulouse Gespräche mit seinem französischen Amtskollegen Arnaud Montebourg und Vertretern des europäischen Luft- und Raumfahrtunternehmens Airbus geführt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Neben dem Austausch zu Airbus und wirtschaftlichen Projekten beider Länder habe Gabriel das Toulouser Airbus-Werk besichtigt. In Bezug auf technologische Erneuerungen und Innovationen bei der Weiterentwicklung der Flugzeugreihen A350 und A380 habe der deutsche Minister "die Unterstützung beider Regierungen zugesagt", meldete das Wirtschaftsministerium.

Damit scheinen sich die jüngsten Meinungsverschiedenheiten zwischen der Airbus Group und der Bundesregierung wieder abzukühlen. Schon auf der ILA in Berlin war die Bundeskanzlerin an Bord der dort kurz ausgestellten A350 gegangen. Der Bund hatte wegen der vergangenen Meinungsverschiedenheiten Teile bereits zugesagter Kredite für die A350-Entwicklung zurückgehalten, weil Airbus nicht die vereinbarten A350-Arbeitsanteile in Deutschland geschaffen habe. Airbus hatte diesen Vorwurf bestritten. 

In Toulouse kritisierte der Bundeswirtschaftsminister mit Blick auf Boeing die Subventionen der US-Regierung und mahnte einen fairen, internationalen Wettbewerb im Luftfahrtbereich an: "Wir erwarten von der europäischen Kommission, dass sie im Rahmen der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen auch thematisiert, dass die Vereinigten Staaten derzeit WTO-widrig öffentliche Subventionen bei der Luftfahrt zahlen."

Gabriel warb zudem für eine engere Zusammenarbeit von Deutschland und Frankreich, um Europa aus seiner Wachstumsschwäche zu befreien: "Deutschland und Frankreich haben gemeinsam alle Chancen, weitere europäische Champions zu bilden, beispielsweise im Bereich der Energiepolitik oder im Bereich der digitalen Wirtschaft. Airbus zeigt, dass man dafür einen langen Atem haben muss, aber dass man es schaffen kann. Ich persönlich glaube auch, dass wir in Europa unsere Politik verändern müssen. Das Setzen auf eine reine Sparpolitik, die sich für die Frage von Wachstum und Beschäftigung nicht interessiert, ist gescheitert", sagte der Minister.

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