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Erstlandung der neuen Zweistrahlerfamilie

Airbus A350 besucht Rhein-Main-Flughafen

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Am 25. und 26. Juli wird ein Airbus A350-Prototyp erstmals den Frankfurter Flughafen besuchen. Die Stippviste gehört zum Testprogramm der neuen Zweistrahlerfamilie, bei dem zunehmend Kundenbesuche und Streckenerprobungsflüge auf dem Plan stehen.

Die A350 komme am 25. und 26. Juli nach Frankurt, teilte die Fraport AG auf dem Nachrichtenportal Twitter mit. Das aus Kanada kommende Airbus-Testflugzeug wird am Freitag gegen 19 Uhr am Rhein-Main-Flughafen erwartet. Anschließend sind Abfertigungstests am Flughafen und Tests bei Lufthansa Technik geplant, bei denen das Airbus-Testflugzeug die Nacht probeweise in einer Wartungshalle verbringen wird. Dabei werden Service- und Wartungsfahrzeuge bei simulierten Wartungsabläufen am Flugzeug überprüft und Techniker in die praktischen Serviceabläufe eingewiesen. Nach dem technisch orientierten Kurzbesuch wird das Flugzeug voraussichtlich am Sonnabendnachmittag nach Toulouse starten. Geplant ist aber auch ein "Gruppenbild" auf dem Vorfeld mit einem Airbus A380 und einem Airbus A340.

Airbus bereitet derzeit die Streckenerprobungsflüge vor. Dabei werden die Testflugzeuge auf Langstreckenflüge geschickt und an ihre spätere Nonstop-Einsatzdauer von bis zu 17 Stunden gebracht. Den bisher längsten A350-Flug absolvierte Prototyp MSN5 am Montag: Das Flugzeug startete vom britischen Farnborough nonstop via Spitzbergen zur Südspitze Grönlands und landete nach 15 Stunden und 15 Minuten Flugzeit in Toulouse.

Erst am Sonnabend hatte der A350-Prototyp MSN1 im südfranzösischen Istres den "Maximum Energy Rejected Takeoff-Test" erfolgreich absolviert. Dabei muss das Flugzeug mit maximaler Startmasse auf der Starbahn bis zur höchszulässigen Geschwindigkeit beschleunigen, bevor es, ohne Schubumkehr, nur mit den Radbremsen zum Stillstand gebracht wird. Für den Test werden absichtlich maximal verschlissene Bremsen eingebaut.

Bei der Schnellbremsung werden die Bremsscheiben mit 1400 Grad Celsius glühend heiß und die Sicherheits-Schmelzventile in den Rädern platzen. Erst nach fünf Minuten Stillstand darf die Feuerwehr eingreifen und die Bremsen vorsichtig abkühlen, so die Zulassungsvorschriften. Der extreme Startabbruchtest gilt als einer der riskantesten Momente im Zulassungsprogramm eines Flugzeugs. Die A350-Testflotte war bisher bei 540 Flügen gut 2250 Stunden in der Luft.

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