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Irkut liefert MS-21-Testsektion nach Schukowski

Irkut liefert MS-21-Testzelle nach Moskau

Eine Rumpfsektion der neuen russischen Zweistrahlerfamilie Irkut MS-21 ist Ende Februar von Irkutsk zum Forschungsflughafen Schukowski vor den Toren Moskaus transportiert worden.

Die Irkut Corporation, eine Tochter der russischen Flugzeugbauholding United Aircraft Corporation (UAC), habe die zylindrische Rumpfsektion aus Metall am 26. Februar an das Zentrale Institut für Strömungsforschung, TsAGI, in Schukowski geliefert, teilte Irkut mit. Die im Irkutsk Aviation Plant (IAP) nach Plänen des Irkut-eigenen Konstruktionsbüros Jakowlew gebaute Sektion der neuen MS-21 diene dort künftig Ermüdungs- und Belastungstests.

Eine Antonow An-124 Ruslan von Volga-Dnepr-Airlines habe die teilweise zerlegte Sektion nach Moskau transportiert. Die Sektion war, laut Volga-Dnepr-Airlines, 11,5 Meter lang, 4,2 Meter breit und 4,7 Meter hoch.
Spezialisten von IAP und TsAGI übernähmen nun die Remontage. Nach Tests der Druckkabine könne das Ermüdungsprogramm beginnen, das alle Flugphasen simulieren werde. Für den Bau der Sektion und die Tests komme fortschrittliche Technologie zum Einsatz, so Irkut.

Ziel sei, die experimentelle Bestätigung der erwarteten Konstruktionsleistungswerte und der verwendeten technischen Lösungen über die gesamte Lebensdauer einer MS-21. Derweil habe IAP auch die Fertigung von Rumpfschalen und Strukturteilen für MS-21-Tests begonnen. Der Baubeginn für vier Prototypen stehe unmittelbar bevor. Drei dieser Flugzeuge würden für Flugtests verwendet und das vierte nur am Boden für Belastungstests. 

Irkut-Präsident Oleg Demtschenko sagte: "Die Entwicklung der MS-21 hat die Produktions- und Testphase erreicht. Der Vorstandschef von TsAGI, Boris Aljeschin, ergänzte: "Die Studien an der Sektion werden zwei Jahre lang dauern und von unseren Spezialisten durchgeführt. Der MS-21-Rumpf wird dabei rund 100.000 simulierte Flüge absolvieren. Unsere einzigartige Testausrüstung wird es uns ermöglichen, die verwendeten technischen Lösungen zu bestätigen."

Die neue Zweistrahlerfamilie MS-21 (Die Typenbezeichnung steht für "Magistralny Samoljot 21 veka"/ "Magistralenflugzeug für das 21. Jahrhundert") für 150 bis 212 Passagiere soll 2016 zugelassen und in Dienst gestellt werden. Der Hersteller verspricht gegenüber heutigen Wettbewerbern 15 Prozent günstigere Betriebskosten.

TsAGI habe seit 2009 bereits aerodynamische Modelle der neuen Zweistrahlerfamilie vermessen. Ab 2010 seien Strukturtests an Testsektionen hinzu gekommen. Dabei seien Flügeltests bei hohen Anstellwinkeln, Trudeltests und simulierte Reiseflugtests absolviert worden.

Das Flugzeug sei auf die Verwendung von Triebwerken mit ultra-bypass-Nebenstromverhältnis, wie PD-14 und PW1400G ausgelegt. Die Landeklappen seien einfach geschlitzt und bereits experimentell für die benötigten Start- und Landeleistungen bestätigt worden. Weitere Versuche fänden bei Aviatest im lettischen Riga statt. Eine hintere MC-21-Testrumpfsektion sei dazu bei ZAO Aviastar gebaut und im Januar dieses Jahres nach Riga geliefert worden.

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