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Kabinenluft-Studie im Airbus A321

Lufthansa misst Luft auf der Kurzstrecke

Mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) untersucht die Lufthansa bis März 2015 die Kabinenluft an Bord eines Airbus A321 beim Einsatz auf Kurzstrecken.

Die bis März 2015 geplante Messreihe an Bord des Airbus A321 ist auf 44 Flüge angelegt und begann auf der Strecke von Frankfurt nach Marrakesch. Mit dem Ergebnissen will die Lufthansa eventuelle Verbesserungen der Kabinenluft-Qualität ermitteln. Zum Einsatz kommt ein spezieller Messkoffer, der rund 200 potenziell in der Kabinenluft vorhandene Substanzen feststellen kann und kontinuierlich Klimadaten zur allgemeinen Beschreibung der Raumluftsituation wie Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit festhält. Ein Aerosolspektrometer ermittelt den Staubanteil. Andere Komponenten des Messkoffers dienen dem Nachweis von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Ozon und flüchtigen organischen Verbindungen (volatile organic compounds, VOC). Der Messkoffer ist während des Fluges jeweils im Cockpit installiert. Die Flugzeugkabine wird überall mit derselben Luft versorgt; daher sei das Messergebnis laut Lufthansa repräsentativ für die gesamte Luftqualität im Flugzeug.

„Schon seit einer Reihe von Jahren engagieren wir uns beim Thema Kabinenluftqualität; so nachhaltig und konsequent macht dies weltweit keine zweite Fluggesellschaft. Mit dem von Lufthansa Technik und der Medizinischen Hochschule Hannover gemeinsam entwickelten Messkoffer gehen wir einen völlig neuen Weg“, sagt Kay Kratky, Mitglied des Lufthansa-Passagevorstands und verantwortlich für Operations und das Hub Frankfurt.

Die Lufthansa hat bereits 800 Messstunden im Cockpit eines Airbus A380 absolviert und konnte dabei „keine auffällige chemische Belastung“ feststellen. Nicht nachzuweisen seien auch die neurotoxischen orthoTrikresylphosphate (o-TCP) gewesen. „Insgesamt ist eine nur geringe Konzentration an Organophosphaten nachzuweisen“, fasst Wolfgang Rosenberger vom Institut für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin der MHH zusammen. „Besonders hervorzuheben ist, dass wir gerade bei den TCP, die im Turbinenöl enthalten sind, eine sogenannte kongenerenspezifische Analytik vornehmen. Von den zehn möglichen TCP-Isomeren sehen wir keine der sechs als neurotoxisch geltenden ortho- TCP; und das mit einer Nachweisgrenze von weniger als 1 ng/m³ (1 Nanogramm (ng) = 1 Milliardstel Gramm = 10 - 12 Kilogramm),“ erläutert Rosenberger.

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