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Airbus A350: ILA-Stippvisite am Dienstag

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Der Airbus-A350-Prototyp MSN4 ist am Montagnachmittag zu einer Stippvisite auf dem ILA-Gelände eingetroffen. Am Dienstagnachmittag macht sich das Flugzeug schon wieder auf den Rückweg nach Toulouse, wo es dringend im Zulassungsprogramm gebraucht wird.

Die A350 werde am Dienstag gegen 16.30 Uhr vom Messevorfeld abrollen und gegen 17.30 Uhr Richtung Toulouse abheben, kündigte Airbus-Flugtestingenieur Patrick du Ché gegenüber der FLUG REVUE an."Die ILA-Besucher werden mich dafür wohl nicht lieben, aber wir müssen einfach wieder möglichst schnell zurück nach Toulouse an die Arbeit." MSN4 habe gerade erst eine verbesserte neue Softwareversion erhalten, die jeweils alle zweieinhalb Monate auf den neuesten Stand aktualisiert werde. Diese Software müsse jetzt alle erforderlichen Prüfungen und Zulassungstests durchlaufen. Auch die Flüge von und zur Messe werden von Airbus für die Zulassungstests genutzt. Selbst am Boden in Schönefeld besteht eine Datenfunkverbindung mit der Flugtestzentrale in Toulouse. MSN4 dient vor allem für Tests der Avionik, des Flight-Management-Systems und für Anflugtests. So soll die A350 demnächst Anflüge mit kontinuierlicher Sinkrate in Genf durchführen. Die Kabine von MSN4 ist innen leer. Bis auf Ballasttanks und eine Computerkonsole für die Testingenieure sind nur im Heck wenige Sitze für mitreisende Techniker installiert.

Vor kurzem hat Airbus auch den Passagier-Evakuierungstest für EASA und FAA mit der A350 durchgeführt. Dabei wurde in einer abgedunkelten Flugzeughalle in Toulouse eine bisher nicht genannte Zahl von Passagieren binnen 94 Sekunden durch die Türen 1 und 3 evakuiert. Diese A350-Türen nutzen nur einspurige Notrutschen. Die anderen A350-Türen entsprechen konstruktiv weitgehend denen der A330 und müssen keinen neuerlichen Test durchlaufen.

Unterdessen hat Airbus-Geschäftsführer Günter Butschek auf der ILA angekündigt, dass die A350 für eine Zertifizierung im dritten Quartal 2014 und eine Erstauslieferung im vierten Quartal im Plan liege. Die größte Herausforderung sei derzeit der reibungslose Produktionshochlauf, der schon im Jahr 2018 zehn Flugzeuge im Monat erreichen solle. In Deutschland habe die A350 rund 4000 Arbeitsplätze geschaffen. Über ein Drittel der Arbeitsleistungen für das Programm, darunter Kabinenentwurf und -entwicklung, würden in Deutschland erbracht. Am Vormittag besuchte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem ILA-Messerundgang den ausgestellten Airbus A350-900.

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