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Ortung verunglückter Flugzeuge

Airbus baut abwerfbare Flugschreiber ein

Airbus hat am Mittwoch auf der Pariser Luftfahrtmesse die Einführung abwerfbarer Stimmen- und Flugdatenschreiber angekündigt.

Ab 2019 werde das neue System im Airbus A350 serienmäßig eingebaut, kündigte Airbus-Ingenieurvorstand Charles Champion an. In Zusammenarbeit mit den Partnern L3 Technologies und Leonardo DRS will der Flugzeugbauer die Unfallhilfe und Ursachenforschung wesentlich vereinfachen. Dazu werden die bisher getrennten Stimmen- und Datenschreiber in zwei neuen, speziell Kombigeräten gebündelt. Eines ist, wie bisher, fest im Flugzeug eingebaut, das andere aber abwerfbar. 

Die neue Datenschreiberkapsel "Automatic Deployable Flight Recorder". Foto und Copyright: Steinke.

Die neue Datenschreiberkapsel "Automatic Deployable Flight Recorder" (ADFR) ist im Seitenleitwerk installiert und wird bei extremen Strukturschäden oder dem Erreichen einer Wassertiefe von zwei Metern abgeworfen. Die gegen Schläge, Hitze und Wasserdruck geschützte Kapsel ist schwimmfähig und soll durch einen eingebauten Satellitenpeilsender bis zu 90 Tage lang Retter auf Flugzeug und Datenschreiber aufmerksam machen. 

 Airbus will damit das Auffinden verunglückter Flugzeuge erleichtern und beschleunigen und verhindern, dass, wie geschehen, Flugzeuge gar nicht mehr geortet werden können. Beginnend mit der A350 wird das neue System in Langstreckenflugzeugen des Konzerns serienmäßig eingebaut. Nach der A350 folgen A321neoLR und A380.

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