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Sonargerät sucht Meeresgrund ab

Flug MH370: Tauchroboter nimmt zweiten Anlauf

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Nachdem am Montag die Suche nach "Pinger"-Signalen der Blackbox von Flug MH370 erfolglos beendet wurde, ruhen nun alle Hoffnungen auf der Suche nach Trümmerteilen auf dem Meeresgrund, die mit dem Seitensicht-Sonargerät des autonomen Tauchroboters "Bluefin-21" durchgeführt werden.

Am Dienstag seien neun Militärflugzeuge, zwei Zivilflugzeuge und elf Schiffe an den Sucharbeiten nach der vor 39 Tagen verschollenen Boeing 777-200ER beteiligt, meldeten die australischen Behörden. Das aktuelle Suchgebiet liege 2170 Kilometer nordwestlich von Perth und es sei 62063 Quadratkilometer groß.

Der militärische Hochseeversorger ADV Ocean Shield habe am Montag den 4,93 Meter langen autonomen Tauchroboter Bluefin-21 ausgesetzt. Er habe bei der Suche jedoch sein Tiefenlimit von 4500 Metern überschritten und sei deshalb schon nach sechs Stunden wieder automatisch aufgetaucht. Die bis dahin gewonnenen Sonardaten wurden ausgewertet aber ergaben keine Spuren des Flugzeugs. Falls es die sich verschlechternden Wetterbedingungen noch erlaubten, werde der Tauchroboter am Dienstag erneut eingesetzt, so die australischen Behörden.

Das 750 Kilogramm schwere, unbemannte Mini-U-Boot Bluefin-21 ist darauf programmiert, etwa 30 Meter über dem Meeresgrund zu schweben und dabei mit seiner Seitensicht-Sonaranlage ein dreidimensionales Bild des umgebenden Meeresgrunds zu erstellen. Dabei würden große Flugzeugtrümmer sichtbar werden. Der Meeresgrund im Suchgebiet ist jedoch offenbar an manchen Stellen tiefer, als die bisher angenommenen 4200 bis 4400 Meter. Deshalb überschritt der Tauchroboter seine Betriebsgrenzen und brach die Mission vorzeitig ab, die normalerweise bis zu 16 Stunden am Meeresgrund plus Tauch- und Auftauchzeiten dauert.

Die Suche per Sonar könnte ohne weiteres Monate oder gar Jahre dauern. Ob so noch jemals Spuren des vermissten Flugzeugs gefunden werden können, erscheint damit mehr als fraglich. Seit Tagen wurden keine Signale von Peilsendern mehr geortet. Deren Batterien dürften nach mehr als einem Monat erschöpft sein. Unterdessen untersuchen die australischen Behörden eine Ölspur, die möglicherweise zum Flugzeug gehören könnte. Zwei Liter der im Ozean aufgefangenen Flüssigkeit werden derzeit im Labor untersucht. Andere Spuren oder nachweisliche Trümmer des Flugzeugs konnten bisher nicht sichergestellt werden.

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