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Streit um Übergangsversorgung

Lufthansa-Piloten wollen vom 2. bis 4. April streiken

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Die in der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" organisierten Piloten der Deutschen Lufthansa wollen Anfang April mehrere Tage lang für einen neuen "Tarifvertrag Übergangsversorgung" streiken. Die Ostertage sollen aber auf jeden Fall streikfrei gehalten werden.

In einer Urabstimmung, die am 20. März beendet worden sei, hätten die Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings mit 99,1 Prozent dafür votiert, nötigenfalls mittels Arbeitskampf, einen neuen "Tarifvertrag Übergangsversorgung" durchzusetzen, teilte die Vereinigung Cockpit (VC) mit. Auch künftig solle es Piloten, die über Jahrzehnte den hohen Belastungen ihres Berufes ausgesetzt gewesen seien, ermöglicht werden, "vorzeitig und selbstbestimmt aus dem Berufsleben auszusteigen", so die Gewerkschaft.

Streitpunkt ist die sogenannte Übergangsversorgung für ältere Piloten. In der Vergangenheit galt im LH-Konzern ein unternehmensseitig vorgeschriebenes Höchstalter für Piloten von 60 Jahren, ab dem Lufthansa eine Übergangsversorgung bis zum Erreichen des regulären Rentenalters zahlte. Nachdem diese Grenze nach erfolgreichen Klagen älterer Piloten aufgehoben wurde, dürfen alle Linienpiloten nun bis 65 Jahre fliegen, sofern sie medizinisch fit sind. Lufthansa will deshalb ihre klassische Übergangsversorung, die dienstalterabhängig bis zu 60 Prozent des letzten Gehalts erreichen konnte, abschaffen. Die Gewerkschaft will dagegen keine Verschlechterung der Bedingungen akzeptieren.

„Unsere Tarifkommission hat der Lufthansa gegenüber erklärt, dass sie bereit ist, eine Deckelung der Kosten für die Übergangsversorgung zu vereinbaren. Dieser konstruktive Vorschlag ist aus Sicht der VC durchaus geeignet, sich zu einigen“, sagte Ilona Ritter, Vorsitzende Tarifpolitik der VC. Die VC werde ihre Mitglieder vom 2. April, 00.00 Uhr bis zum 4. April, 23.59 Uhr zum bundesweiten Arbeitskampf zur Durchsetzung eines neuen Tarifvertrages Übergangsversorgung aufrufen. „Der von uns angekündigte Verzicht, die Osterferien nicht mit Arbeitskämpfen zu belasten, wurde anscheinend vom Management nicht als Zeichen unseres Verantwortungsbewusstseins gegenüber den Urlaubsreisenden verstanden. Wir lassen uns von Lufthansa nicht hinhalten“, so Ritter.

Streikmaßnahmen stellten für die VC immer eine Ultima Ratio dar. Man bedauere die Beeinträchtigung für die Kunden der Lufthansa. Das Management der Lufthansa habe die Mittel, diese noch zu verhindern. Derzeit schließe die VC weitere Maßnahmen aus Rücksicht auf die Kunden bis nach Beendigung der Osterferien aus.

Lufthansa erklärte, sie habe am Donnerstag ein verbessertes Angebot vorgelegt. Die Fluggesellschaft werde ihre Kunden rechtzeitig über Einzelheiten zu eventuellen Flugstreichungen, Umbuchungsmöglichkeiten und alternativen Reisemöglichkeiten auf der Webseite www.LH.com informieren. Kunden, die ihre Kontaktdaten hinterlegt hätten, informiere das Unternehmen zusätzlich per E-Mail und SMS über Änderungen.

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