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Swiss erhält staatliche Zuschüsse für Pilotenausbildung

Swiss erhält staatliche Zuschüsse für Pilotenausbildung

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Der Schweizer Staat will 30 Millionen Franken (rd. 24,5 Millionen Euro) in die Ausbildung von Fluglotsen und Piloten stecken, um mehr Nachwuchs für diese Berufsgruppen im eigenen Land zu gewinnen.

Gerade der Pilotenberuf hat in der Schweiz - wegen trüber Gehaltsaussichten - in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren. Von den Zuschüssen soll auch die Lufthansa-Tochter Swiss profitieren. In der Schweiz sorgt das für Unverständnis.

Gerade erst hat Swiss mit einem auf 63 Millionen Euro gestiegenen Gewinn das beste Halbjahresergebnis aller Lufthansa-Airlines vorgelegt. Passagierzahlen und Auslastung zeigen bei Swiss nach oben. Von den Sparzielen des Konzerns sind die Schweizer deswegen aber nicht befreit. Das spüren auch die Piloten.

Bei den Tochtergesellschaften Austrian Airlines und Brussels Airlines konnte Lufthansa die Pilotengehälter zuletzt um bis zu 30 Prozent drücken. Swiss soll offenbar nachziehen.

"Das, was wir im laufenden Gesamtarbeitsvertrag auf einer Ergebnisbasis von 2010 versprochen haben, ist überholt", zitierte die "Schweiz am Sonntag" Swiss-Chef Harry Hohmeister im Mai. Man hoffe auf eine Einigung mit den Piloten. "Aber wir prüfen natürlich auch andere Optionen, wie zum Beispiel die Kooperation mit Piloten-Vermittlungsfirmen."

Fremdbereederungen bei Swiss? Kein Wunder, dass es der Airline mit solchen Drohungen schwer fällt, junge Schweizer für eine Bewerbung zu begeistern.

Nach Angaben des Schweizer Pilotenverbands Aeropers geht nur noch die Hälfte der Bewerbungen für die fliegerische Ab-Initio-Ausbildung der Swiss aus dem eigenen Land ein. Jeder zehnte Swiss-Pilot komme inzwischen aus Deutschland.

Entsprechend wenig Verständnis bringen die Schweizer für die Pläne ihrer Regierung auf, mit Steuergeld die Pilotenausbildung bei Swiss zu unterstützen. Swiss sei ein privates Unternehmen, das seine Gewinne nach Deutschland abführe, heißt es in Kommentaren. Die Airline solle daher nicht mit Schweizer Steuergeld begünstigt werden.

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