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Trio am Markt

Regionalfluggesellschaften in der Schweiz

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Der Regionalverkehr in der Schweiz wird heute von drei Fluggesellschaften bestimmt: Die Swiss-Regionaltochter, die Darwin Airline und SkyWork Airlines.

Lange Jahre war der Regionalluftverkehr in der Schweiz von der am 28. November 1978 gegründeten und in Basel beheimateten Crossair geprägt. Anfang der 90er Jahre bestand ihre Flotte größtenteils aus Saab 340 und Saab 2000. Im Jahr 1993 wurde die Crossair zu einer Tochter der Swissair. Später kamen Jetmuster wie die BAe 146/Avro RJ und die ERJ-145-Familie von Embraer zum Einsatz. Die Crossair war auch der Erstkunde der Embraer 170. Als die Swissair in Konkurs ging entstand die neue nationale Fluglinie Swiss International Air Lines aus der ehemaligen Regionaltochter.

Daneben gab es nur wenige anhängige Regionalfluglinien. Aus der Air Engiadina war die in Bern beheimatete Swisswings mit einer Flotte von Dornier 328 entstanden. Sie musste allerdings im April 2002 aus finanziellen Gründen den Flugbetrieb einstellen. Das gleiche Schicksal traf auch die 2003 in Genf gegründete Flybaboo. Teile der Gesellschaft wurden 2010 von der Darwin Airline übernommen.

Swiss European Air Lines

Die Bombardier CS100 soll bei der Swiss die Avro RJ100 ablösen. Foto: © Bombardier

Die Regionalverbindungen von Swiss werden von der Tochtergesellschaft Swiss European Air Lines durchgeführt. Das Unternehmen nahm am 1. November 2005 in dieser Form offiziell den Betrieb auf und beschäftigt derzeit 233 Mitarbeiter. Die Flotte besteht aus 20 Avro RJ100, deren Durchschnittsalter 15,4 Jahre beträgt. Die Vierstrahler aus britischer Produktion sollen von der Bombardier CSeries ersetzt werden. Am 11. März 2009 bestellte der Lufthansa-Konzern 30 CS100 plus Optionen für 30 weitere Exemplare. Davon sollen 20 Exemplare anstelle des Avro RJ100 auf dem Europa-Streckennetz der Swiss eingesetzt werden. Anlässlich des Erstflugs von Bombardiers größtem Flugzeug am 16. September 2013 sagte Peter Wojahn, Chief Technical Officer von Swiss. „Wir gratulieren Bombardier zum erfolgreich absolvierten Erstflug. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist somit erreicht. Dies zeugt von der Qualität, mit der Bombardier an ihrer neuen Flugzeugserie arbeitet. Die Vorbereitungen für die Einführung des neuen Flugzeuges bei Swiss verlaufen nach Plan. Wir setzen auf neue Technologie, wo sinnvolle Fortschritte sichtbar sind, das zeichnet die Flottenplanung von Swiss aus. Wir bewegen uns mit dieser Technologie auf Top Niveau." Der Treibstoffverbrauch der CSeries soll im Vergleich zur Avro-Flotte um bis zu einem Viertel sinken.

PH

Flotte Swiss European Air Lines

Avro RJ100 HB-IXN (Seriennummer E3286)

Avro RJ100 HB-IXO (Seriennummer E3284)

Avro RJ100 HB-IXP (Seriennummer E3283)

Avro RJ100 HB-IXQ (Seriennummer E3282)

Avro RJ100 HB-IXR (Seriennummer E3281)

Avro RJ100 HB-IXS (Seriennummer E3280)

Avro RJ100 HB-IXU (Seriennummer E3276)

Avro RJ100 HB-IXV (Seriennummer E3274)

Avro RJ100 HB-IXW (Seriennummer E3272)

Avro RJ100 HB-IXT (Seriennummer E3259)

Avro RJ100 HB-IXX (Seriennummer E3262)

Avro RJ100 HB-IYQ (Seriennummer E3384)

Avro RJ100 HB-IYR (Seriennummer E3382)

Avro RJ100 HB-IYS (Seriennummer E3381)

Avro RJ100 HB-IYT (Seriennummer E3380)

Avro RJ100 HB-IYU (Seriennummer E3379)

Avro RJ100 HB-IYV (Seriennummer E3377)

Avro RJ100 HB-IYW (Seriennummer E3359)

Avro RJ100 HB-IYY (Seriennummer E3339)

Avro RJ100 HB-IYZ (Seriennummer E3338)

Darwin Airline

Die Darwin Airline betreibt zehn Saab 2000. Foto: © Darwin Airline

„Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, und auch nicht die intelligenteste, sondern die, die sich am besten anpassen kann." Dieses Motto von Charles Darwin hat sich die nach dem britischen Naturforscher benannte Schweizer Regionalfluglinie auf die Fahnen geschrieben. Die Darwin Airline konzentriert sich mit ihrer Flotte von zehn 50-sitzigen Saab 2000 vor allem auf Nischenmärkte. Sie wurde im Jahr 2003 gegründet und ist auf dem Tessiner Flughafen Lugano-Agno beheimatet.

Die Flüge nach Italien werden im Codeshare mit Alitalia durchgeführt. Mit Czech Airlines besteht eine entsprechende Vereinbarung auf der Strecke Genf-Prag. Im ersten Quartal 2013 konnte Darwin die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 88,5 Prozent steigern. Auf 13 Strecken wurden 65727 Fluggäste befördert. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 47 Prozent. Hinzu kommen acht Ziele aufgrund der Codeshare-Vereinbarungen. Das Netzwerk von Darwin besteht aus 26 Destinationen in neun europäischen Ländern. Den deutschen Markt die Gesellschaft mit Flügen von Genf nach München und Stuttgart. Von Leipzig-Halle aus geht es nach Amsterdam, Cambridge und Paris Charles des Gaulle.

Ende 2010 übernahm die Darwin Airline die Schweizer Fluglinie FlyBaboo, die Genf mit zehn verschiedenen europäischen Destinationen verbunden hatte. Die Flotte bestand zuletzt aus zwei Bombardier Q400. Drei geleaste Embraer 190 wurden schon vorher zurückgegeben.

PH

Flotte Darwin Airline

Saab 2000 HB-IYD (Seriennummer 059)

Saab 2000 HB-IYI (Seriennummer 016)

Saab 2000 HB-IZG (Seriennummer 010)

Saab 2000 HB-IZH (Seriennummer 011)

Saab 2000 HB-IZJ (Seriennummer 015)

Saab 2000 HB-IZP (Seriennummer 031)

Saab 2000 HB-IZU (Seriennummer 037)

Saab 2000 HB-IZW (Seriennummer 039)

Saab 2000 HB-IZX (Seriennummer 041)

Saab 2000 HB-IZZ (Seriennummer 048)

SkyWork Airlines

Die Flotte SkyWork Airlines besteht aus Bombardier Q400 und Dornier 328. Foto: © SkyWork Airlines

Innerhalb kurzer Zeit hat die in Bern-Belp beheimatete SkyWork Airlines die Zahl ihrer Strecken mehr als verdoppelt. Die Fluglinie bedient ausschließlich Strecken ab dem Flughafen Bern-Belp.

Die Firma führt erst seit 2009 Linienflüge durch. Ursprünglich wurde das Unternehmen im Jahr 1983 als Flugschule gegründet und begann Ende der 80er Jahre zunehmend mit Business- und Ad-hoc-Charter-Einsätzen. Die erste Dornier 328 stieß 2003 zur Flotte, knapp fünf Jahre später folgte eine Bombardier Q400. Mit dem Einstieg von Daniel Borer, einem Mitglied der Rolex-Gründerfamilie, als neuem Investor und schließlich der Übernahme im Jahr 2010 standen die Zeichen auf Wachstum. Im Oktober 2010 bekam die Airline ein neues Erscheinungsbild, und zum Winterflugplan 2011/2012 kamen gleich sieben neue Destinationen hinzu. Gleichzeitig wuchs die Flotte auf drei Dornier 328 und zwei Q400.

Im vergangenen Jahr beförderte man 212000 Passagiere (2011: 87645) bei einer durchschnittlichen Auslastung von 55 Prozent. Anfang 2013 zog sich Bohrer zurück. Gleichzeitig startete SkyWork ein Effizienzsteigerungsprogramm mit der Bezeichnung SkyFit2013, um die Kosten zu senken. Im Zug dieser Maßnahmen mussten auch einige Stellen abgebaut werden. Der Flugplan wurde mit fünf Dornier 328 und einer Bombardier Q400 abgedeckt. Die zwei weiteren Q400 blieben beim Leasinggeber und konnten für Chartereinsätze kurzfristig wieder angemietet werden. Im aktuellen Winterflugplan werden zehn Strecken ab Bern angeboten. In Deutschland fliegt SkyWorks Berlin-Tegel, Hamburg, Kön-Bonn und München an. Aktuell sucht man nach neuen Investoren. Auch eine Zusammenarbeit mit InterSky ist im Gespräch.

PH

Flotte SkyWork Airlines

Bombardier Q400 HB-JGA (Seriennummer 4198)

Bombardier Q400 HB-JIJ (Seriennummer 4184)

Bombardier Q400 HB-JIK (Seriennummer 4265)

Dornier 328-110 HB-AEO (Seriennummer 3061)

Dornier 328-110 HB-AER (Seriennummer 3066)

Dornier 328-110 HB-AES (Seriennummer 3021)

Dornier 328-110 HB-AEV (Seriennummer 3056)

Dornier 328-110 HB-AEY (Seriennummer 3100)

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