17.03.2011
FLUG REVUE

Air Berlin 2010 mit Verlusten

Air Berlin steigerte letztes Jahr seinen Konzernumsatz um 14,8 Prozent auf 3,72 Mrd. Euro, musste aber einen Verlust von 133,3 Mio. Euro hinnehmen.

Das Umsatzwachstum blieb laut Unternehmen hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere der strenge Winter in Europa und die infolge des Vulkanausbruchs erfolgte Luftraumsperrung, aber auch der Fluglotsenstreik in Spanien und die Ankündigung von Streikmaßnahmen bei Air Berlin hätten deutliche Spuren im Geschäftsergebnis der Gesellschaft hinterlassen.

Auf der Kostenseite schlugen der winterbedingte Mehraufwand sowie die Kosten der Flugausfälle zu Buche, so dass der operative Aufwand auf der EBITDAR-Ebene von EUR 3,12 Mrd. um 1,2% auf EUR 3,16 Mrd. zugenommen hat. Tatsächlich war der Aufwand ohne die zahlreichen Zusatzbelastungen und Einmaleffekte spürbar rückläufig.

Das operative Ergebnis (EBIT) fiel von 28,5 Mio. Euro auf -9,3 Mio Euro. Das Finanzergebnis schwächte sich von -51,0 Mio. Euro auf -133,3 Mio. Euro ab. Zu der höheren Belastung trug neben Verlusten aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten und geringeren Währungsgewinnen im Wesentlichen der Aufwand aus dem Rückkauf von Wandelanleihen aus dem Jahr 2009 in Höhe von EUR 42,2 Mio. bei.



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