12.10.2017
FLUG REVUE

Airline-Riese will seine Tochter Eurowings ausbauenAir-Berlin-Aufsichtsrat genehmigt Verkauf an Lufthansa

Air Berlin hat sich mit der Lufthansa-Group über den Verkauf von Teilen des Unternehmens geeinigt. Die Lufthansa-Group will die Air Berlin-Tochtergesellschaften Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW), die österreichische Ferienfluggesellschaft Niki sowie 20 weitere Flugzeuge übernehmen.

Airbus A330-200 airberlin

Air Berlin wird ihren kompletten Langstreckenverkehr am 15. Oktober einstellen. Am 28. Oktober enden dann auch alle anderen Flüge unter eigener AB-Flugnummer. Foto und Copyright: Air Berlin  

 

Der Aufsichtsrat der Air Berlin habe am gestrigen Mittwoch diesem Teil der Ergebnisse der Bietergespräche für den Verkauf dieser Teile des Unternehmens zugestimmt, meldete Air Berlin am Donnerstag. Der Abschluss garantiere den Erhalt aller Arbeitsplätze bei Niki und LGW und eröffne Perspektiven für mehrere tausend Mitarbeiter der Air Berlin. Der beabsichtigte Kauf, angeblich zum Preis von 210 Millionen Euro, stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Gläubigerausschuss, den Sachwalter im Insolvenzverfahren der Air Berlin sowie der europäischen Wettbewerbsbehörde in Brüssel. Air Berlin hatte seit dem 25. September 2017 mit der Lufthansa AG und der britischen Fluggesellschaft easyJet Verkaufsverhandlungen geführt. Mit easyJet dauern die Verhandlungen jedoch noch an. 

Frank Kebekus, Generalbevollmächtigter für Air Berlin, sagte: „Wir freuen uns, dass wir mit der Lufthansa-Group einen starken Partner gefunden haben. Umso mehr, als wir in so kurzer Zeit eine Einigung über den Kauf einen bedeutenden Teils des Unternehmens der Air Berlin erzielen konnten. Wir sind zuversichtlich, dass mehrere Tausend Air Berlin-Mitarbeiter eine neue Heimat in der Lufthansa-Group finden werden. Jetzt geht es darum, auch mit anderen Bietern die Verträge unterschriftsreif auszuhandeln.“ 

Thomas Winkelmann, CEO von Air Berlin, sagte: „Heute sind wir einen großen Schritt vorangekommen. Durch diesen Vertrag ergeben sich neue Arbeitsplatzchancen für einen großen Teil unserer Kollegen. Aufatmen können wir jedoch erst, wenn die EU-Kommission die Transaktion final bestätigt hat. Den heutigen Verhandlungsstand konnten wir nur mit der schnellen Überbrückungshilfe der Bundesregierung erreichen. Andernfalls hätten wir am Wochenende 12./13. August 2017 die Flotte grounden müssen. Dies hätte den unmittelbaren Arbeitsplatzverlust für alle Mitarbeiter bedeutet.“

Air Berlin rechnet mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens spätestens Ende Oktober 2017. Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand sei ab dem 28. Oktober ein eigenwirtschaftlicher Flugverkehr  (also unter dem IATA-Airline Code AB) nicht mehr möglich. Bereits am 15. Oktober 2017 werde Air Berlin ihr Langstreckenangebot vollständig beenden, da die Flugzeugleasingfirmen sukzessive ihre Airbus A330 zurückzögen, so Air Berlin.



Weitere interessante Inhalte
Spezialtransporter vor dem Erstflug Beluga XL beginnt Rolltests

12.07.2018 - Bei Airbus in Toulouse hat der erste Spezialtransporter Beluga XL am Mittwoch Rolltests auf der Startbahn aufgenommen. Damit rückt der Erstflug in greifbare Nähe. … weiter

Spezialtransporter bereitet Erstflug vor Beluga XL lässt die Triebwerke an

09.07.2018 - Als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum für den Sommer geplanten Erstflug hat die erste Airbus Beluga XL ihre Triebwerke angelassen. … weiter

Hingucker über den Wolken Die auffälligsten Sonderlackierungen der Fluggesellschaften

06.07.2018 - Je bunter desto besser, das könnte das Motto einiger Airlines angesichts ihrer ausgefallenen Flugzeuglackierungen sein. Neben Süßigkeiten und Minions reihen sich auch Kung-Fu-Panda und die Schlümpfe … weiter

Innerhalb der kommenden 20 Jahre Airbus sieht Bedarf an fast 40.000 neuen Flugzeugen

06.07.2018 - Laut dem neuen Global Market Forecast von Airbus wächst der Luftverkehr bis 2037 um jährlich 4,4 Prozent. … weiter

Neuer Chef rückt vom Drehkreuzkonzept ab Strategiewechsel bei Etihad

04.07.2018 - Etihad Airways hat organisatorische Veränderungen, personelle Neubesetzungen und einen Strategiewechsel angekündigt. Wachstum als Selbstzweck soll es nicht mehr geben. … weiter


FLUG REVUE 08/2018

FLUG REVUE
08/2018
09.07.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Stationen im All: Was kommt nach der ISS?
- Rafale fliegt auf der "Bush"
- Flugzeugbau virtuell: Alles wird digital
- Joon: Der Billigflieger von Air France
- Airbus-Lieferzentrum: Hochbetrieb in Hamburg