07.12.2017
FLUG REVUE

Vierstrahlige Rückkehr nach TriebwerksschadenAir France A380 kehrt aus Goose Bay zurück

Ein Airbus A380 von Air France ist nach 68 Tagen Standzeit aus Goose Bay in Kanada nach Paris zurückgekehrt. Dort war der Großraumjet nach einem schweren Triebwerksschaden gestrandet.

Triebwerksschaden Airbus A380 Air France Flug AF66

Das defekte Triebwerk der A380 nach der Landung in Goose Bay. Foto und Copyright: BEA  

 

Die A380-800, F-HPJE hatte am 30. September auf dem Weg von Paris nach Los Angeles über dem Atlantik eine sogenannte Uncontained Engine Failure erlitten, einen Triebwerksschaden mit Trümmeraustritt. Dabei zerlegte sich das außen rechts installierte Triebwerk 4, ein GP7270, und verlor seinen gesamten vorderen Teil. Triebwerksaufhängung und Flügelvorderkante wurden ebenfalls beschädigt. Das Flugzeug konnte zwar ohne Probleme in Goose Bay landen, musste dort aber unter einfachsten Bedingungen auf seine Reparatur warten. Mit Hilfe einer Antonow An-124 konnte schließlich ein Austauschtriebwerk eingeflogen und das schadhafte Triebwerk zur Untersuchung nach Europa abgeholt werden.

Am Mittwoch hob die reparierte A380 aus Goose Bay nach Paris ab und traf am Abend an ihrer Heimatbasis ein. Schon bei Standläufen am Boden und einem Startabbruchtest waren alle vier Triebwerke gelaufen. Der Rückflug erfolgte mit vier arbeitenden Triebwerken und stieg bis auf Flugfläche 410. Wegen des zunächst unklaren Ausmaßes der Schäden am Flugzeug und am Pylon war ursprünglich ein Start und Rückflug mit nur drei arbeitenden Triebwerken erwartet worden. Die A380 kann nun in der Pariser Air France-Werft genauer überprüft und repariert werden. Air France hatte bereits mitgeteilt, dass die Schäden am Flugzeug geringer seien, als zunächst befürchtet. Für die Planung der Reparatur und des Rückflugs hatten Air France, die französische Untersuchungsbehörde BEA und Airbus intensiv zusammengearbeitet.



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