24.02.2014
FLUG REVUE

Strategische PartnerschaftAir France-KLM beteiligt sich an GOL

Air France-KLM wittert Chancen in Südamerika und beteiligt sich an GOL. Stattliche 52 Millionen US Dollar ist Air France-KLM ein Aktienanteil von 1,5 Prozent an der brasilianischen Airline wert.

Boeing 737-800 von GOL

Boeing 737-800 von GOL. Foto und Copyright: Boeing  

 

Weitere 48 Millionen US Dollar investiert der europäische Airlinekonzern in den Aufbau einer engen kommerziellen Partnerschaft mit GOL.

Noch in diesem Jahr richtet Air France neue Verkehre ein, um ihr Netzwerk mit dem von GOL zu kombinieren. Am 31. Mai werde eine Direktverbindung von Paris nach Brasilia mit drei Verkehrstagen in der Woche starten, teilte GOL mit.

Auf der Strecke von Charles de Gaulle nach Sao Paulo werde Air France einen Airbus A380 statt einer Boeing 777 einsetzen, sobald der Zielflughafen die Voraussetzungen für den Superjumbo erfüllt. Die brasilianische Luftfahrtbehörde verlangt dafür allerdings eine Verbreiterung der Landebahn.

Offenbar sind die Aussichten in einem der wichtigsten Schwellenmärkte dem Management von Air France-KLM einiges wert - es bezahlt für die GOL-Aktien einen Aufschlag von mehr als 150 Prozent auf den letzten Börsenschlusskurs.

Mit der Investition in GOL folgt Air France-KLM ihrem SkyTeam-Partner Delta, der sich vor gut zwei Jahren mit 3,0 Prozent bei der braslianischen Airline eingekauft hatte. Delta zahlte für ihren Einstieg damals einen Aufschlag von nur 50 Prozent.


Airlines im Aufwind

Boeing 737-800 NG für GOL Foto Boeing

Im Bild die 80. Boeing 737 für GOL. Foto und Copyright: Boeing  

 

Brasilianische Fluggesellschaften leiden derzeit unter einem schwachen Kurs der Inlandswährung, der den Einkauf von Flugtreibstoffen verteuert. Im letzten Berichtsquartal gelang GOL trotzdem ein operativer Gewinn von 16 Millionen US Dollar nach einem Verlust von gut 100 Millionen US Dollar ein Jahr zuvor.

Auch Air France-KLM gewinnt wieder an Höhe. Der Konzern überraschte seine Aktionäre in der vergangenen Woche mit der Nachricht von einem operativen Gewinn von 130 Millionen Euro im Jahr 2013, nachdem 2012 noch ein Verlust von 336 Millionen Euro angefallen war.



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