10.02.2017
FLUG REVUE

Projekt "Boost" für Mittel- und LangstreckenAir France plant neue Niedrigpreistochter

Frankreichs Flag Carrier Air France will mit einer neuen Niedrigpreistochter gegen die wachsende Konkurrenz der Nahost-Airlines antreten und den Asien-Verkehr ankurbeln.

Boeing 777 von Air France und KLM

Die Groupe Air France KLM will mit einer zusätzlichen Niedrigpreistochter ab Jahresende 2017 Mittel- und Langstrecken bedienen. Foto und Copyright: Groupe Air France  

 

Am Rande einer Pressekonferenz mit Air France-KLM-Konzernchef Janaillac, dem Vorstand der Airline Air France und der Führung des Flughafenbetreibers ADP über das Drehkreuz CDG in Paris, stellte Air France auch die Pläne für eine neue Tochterairline vor. Demnach wird die neue Tochtermarke derzeit unter dem vorläufigen Arbeitstitel "Boost" vorbereitet.

Die neue Tochter solle aber nicht als Billigairline à la Norwegian inszeniert werden, sondern erkennbar als Tochter von Air France mit deren Markenbestandteilen. Die Ersparnis soll vor allem durch niedrigere, interne Kosten, neueste Technologie und optimierte Abläufe erzielt werden. Man habe zweiwöchige Verhandlungen mit den französischen Pilotengewerkschaften abgeschlossen, diesen daraufhin ein fertiges Angebot vorgelegt und erwarte die abschließende Stellungnahme bis zum Monatsende, so Air France.

Schon ab dem Winter 2017/2018 seien erste Mittelstreckenflüge der neuen Tochter vorgesehen. Ab dem Sommerflugplan 2018 sei dann auch der Aufbau erster Langstreckenrouten geplant. Während einzelne Destinationen noch nicht genannt wurden, seien die Regionen Asien und Nahost Hauptstoßrichtungen der neuen Tochtermarke.

Ziel sei der Einsatz von zehn Flugzeugen bis zum Jahr 2020. Im Endausbau werde mit bis zu zehn Jets für die Langstreckenflotte und 15 bis 18 Flugzeugen für den Mittelstreckenverkehr geplant. Auch die kürzlich bestellte A350-900 sei für den Einsatz bei der neuen Tochter vorgesehen. Air France erhalte ihre ersten A350 ab 2018.



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