04.03.2015
FLUG REVUE

Vier Tarife auf Kurz- und Mittelstreckeairberlin führt neues Preissystem ein

Die Fluggesellschaft airberlin will mit einem neuen Tarifsystem zusätzliche Kunden anlocken und so wieder in die Gewinnzone vordringen.

airberlin A320

Airbus A320 von airberlin. Foto und Copyright: airberlin  

 

Ab dem 5. Mai gilt bei airberlin ein neues Tarifsystem auf Kurz- und Mittelstrecken mit den Kategorien JustFly, FlyDeal, FlyClassic und FlyFlex+. Der neue Tarif JustFly beginnt bei Ticketpreisen ab 44 Euro einfach ohne Gepäck. Weitere Leistungen können dazu gebucht werden. Laut airberlin soll sich die Tarifklasse durch eine hohe Verfügbarkeit auszeichnen. Auf der anderen Seite des Spektrums will die Airline mit FlyFlex+ vor allem Geschäftsreisende ansprechen. Der Tarif bietet gemäß airberlin eine hohe Buchungsflexibilität, hohen Komfort und Lounge-Zugänge. "Wir führen neue Tarife ein, die noch besser auf die jeweiligen Zielgruppen ausgerichtet sind. Vom günstigsten Tarif JustFly bis hin zum allumfassenden FlyFlex+ bilden wir die ganze Bandbreite an Anforderungen unserer airberlin Kunden ab", sagt Stefan Pichler, CEO Chief Executive Officer von airberlin.

Gleichzeitig läuft ein in drei Phasen aufgeteiltes Programm, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Zunächst will die Fluglinie bis zum Frühjahr 2016 ihre Strukturen und Prozesse überprüfen sowie die Netzplanung, das Ertragsmanagement und den Vertrieb optimieren. Die zweite Phase umfasst laut Aussage der Airline eine "bessere Marktsegmentierung" und damit eine Anpassung der Kapazitäten. Im dritten Teil der Strategie will airberlin ab April 2016 "den Weg zur Profitabilität" ebnen und ihre Drehkreuze weiter ausbauen. Bereits jetzt will das Unternehmen seinen Kundendienst verbessern und verdreifacht die Ressourcen für das Management von Erstattungen bei Verspätungen und Verlustmeldungen von Gepäck.

Bis 2017 soll die gesamt Mittelstreckenflotte mit neuen Recaro-Sitzen ausgestattet werden, die über drei Zentimeter mehr Beinfreiheit sowie USB-Anschlüsse zum Aufladen von mobilen Endgeräten verfügen. Auch Internet-Verbindungen an Bord werden immer häufiger möglich. In diesem Jahr plant airberlin die Ausstattung von 25 bis 30 Flugzeugen. Die gesamte Flotte soll in drei Jahren umgerüstet sein. Bei neuen Flugstrecken steht das touristische Angebot im Vordergrund. In diesem Jahr sollen beispielsweise fir Flüge von Düsseldorf und München in die Karibik ausgebaut werden.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Patrick Hoeveler


Weitere interessante Inhalte
Neuer Chef rückt vom Drehkreuzkonzept ab Strategiewechsel bei Etihad

04.07.2018 - Etihad Airways hat organisatorische Veränderungen, personelle Neubesetzungen und einen Strategiewechsel angekündigt. Wachstum als Selbstzweck soll es nicht mehr geben. … weiter

Nach der airberlin-Pleite Condor wächst auf der Kurz- und Mittelstrecke

09.02.2018 - Die Thomas Cook Group Airlines erhöht vom Sommer an ihre Kapazität um zehn Prozent. Mit einem neuen Luftverkehrsbetreiberzeugnis soll die deutsche Tochter Condor zusätzliche Flugzeuge von Deutschland … weiter

Neues Insolvenzverfahren in Österreich IAG bleibt an NIKI-Übernahme interessiert

16.01.2018 - Auch nachdem das Insolvenzverfahren der Fluggesellschaft NIKI nun nochmals neu in Österreich abgewickelt wird, hat IAG ihre Kaufabsicht bekräftigt. … weiter

Wackelt die Vueling-Übernahme? Landgericht Berlin: Österreich für NIKI-Insolvenzverfahren zuständig

08.01.2018 - Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass das zunächst in Berlin eröffnete Insolvenzverfahren von NIKI künftig nach österreichischem Recht in Wien stattzufinden habe. … weiter

Auktion Mitte Januar airberlin-Reste unter dem Hammer

05.01.2018 - Das Auktionshaus Dechow versteigert am 15. Januar Memorabilien wie Schokoherzen und Vanity-Sets aus den Beständen von airberlin. … weiter


FLUG REVUE 08/2018

FLUG REVUE
08/2018
09.07.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Stationen im All: Was kommt nach der ISS?
- Rafale fliegt auf der "Bush"
- Flugzeugbau virtuell: Alles wird digital
- Joon: Der Billigflieger von Air France
- Airbus-Lieferzentrum: Hochbetrieb in Hamburg