02.11.2017
FLUG REVUE

Amtsgericht Charlottenburgairberlin-Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Charlottenburg hat am Mittwoch das Insolvenzverfahren über das Vermögen von airberlin eröffnet. Gläubiger können Forderungen bis zum 1. Februar 2008 anmelden - doch vermutlich gehen sie leer aus.

airberlin A320 SXF

Die Gläubiger von airberlin könnten am Ende des Insolvenzverfahrens weitgehend leer ausgehen. Foto und Copyright: airberlin  

 

Das Amtsgericht Charlottenburg hat das vom vorläufigen Sachwalter Lucas Flöther erstattete Gutachten geprüft und festgestellt, dass die Fluggesellschaft Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG zahlungsunfähig und zugleich überschuldet ist. Dem Antrag auf Eigenverwaltung ist stattgegeben worden, da das Gericht davon ausgeht, dass dadurch keine Nachteile für die Gläubiger zu erwarten seien. Auch über das Vermögen der airberlin technik GmbH ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das teilte airberlin am Mittwoch mit.

Der verläufige Sachwalter Flöther ist auch für das Insolvenzverfahren als endgültiger Sachwalter bestellt worden. Die Mitglieder des Gläubigerausschusses werden bis zur ersten Gläubigerversammlung am 24. Januar 2018 ihre Aufgaben weiter wahrnehmen. Die Gläubigerversammlung findet im Estrel Congress Center in Berlin-Neukölln statt, an dem Termin wird unter anderem über den Stand des Insolvenzverfahrens berichtet.

Laut Medienberichten wird das Vermögen von airberlin aber nicht ausreichen, um mehr als das Insolvenzverfahren zu bezahlen. Die Bundesregierung erwartet dennoch, dass die insolvente Airline den Überbrückungskredit in Höhe von 150 Millionen Euro zurückzahlen kann.



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