18.11.2013
aero.de

Aussichtenairberlin mit Transaktion Ende 2013

"Nur durch Einmaleffekte und sonstige betriebliche Erträge" werde airberlin die Markterwartungen für das Geschäftsjahr 2013 "annähernd erreichen können", bekannte Airlinechef Wolfgang Prock-Schauer bei Vorlage schwacher Zahlen für das dritte Quartal.

airberlin Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer

airberlin Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer. Foto und Copyright: airberlin  

 

Ausgerechnet im ertragsschwachen Schlussquartal soll die Nettoverschuldung der Airline von 812 auf 650 Millionen Euro sinken. Viel hat airberlin nicht mehr zu verkaufen. Der Großteil der Flotte wurde bereits durch Rückleasinggeschäfte flüssig gemacht. Über den Sommer habe airberlin weitere sieben von 31 Flugzeugen veräußert, die ihr noch selbst gehörten, sagte Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer. Inzwischen seien nochmal sieben Jets verkauft und 130 Millionen Euro eingenommen worden.

airberlin plant zum Jahresende mit einer auf 143 Flugzeugen verkleinerten Flotte. Die Airline verhandele derzeit über weitere Flottentransaktionen, sagte Hüttmeyer.

Im Hintergrund bahnt airberlin offenbar aber einen noch deutlich größeren Verkauf von Aktiva an. "Es wird eine spezielle Transaktion geben, die im vierten Quartal zu einem positiven EBIT führen und uns zusätzliches Geld in die Kasse spülen wird", sagte Hüttmeyer am Donnerstag auf Nachfrage der Credit Suisse. Einzelheiten könne airberlin dazu allerdings noch nicht öffentlich machen.

Im Dezember 2012 hellte Etihad Airways mit dem Kauf von 70 Prozent des airberlin Vielfliegerprogramms Topbonus die Bilanz der Berliner um 184,4 Millionen Euro auf. Greift der arabische Großaktionär airberlin jetzt nochmal unter die Arme?

Im Sommer machten Gerüchte die Runde, nach denen airberlin mit Etihad über einen Verkauf der airberlin Technik verhandele. Die Technik ist einer der wenigen wertvollen Aktivposten, die airberlin noch verbleiben. Ein Verkauf würde der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft vermutlich mehrere hundert Millionen Euro auf einen Schlag einbringen.

airberlin hatte die Spekulationen allerdings umgehend zurückgewiesen. "Es gibt weder Pläne für eine Veräußerung der airberlin Technik noch Gespräche darüber mit Etihad Airways", sagte ein Unternehmenssprecher aero.de im August. Entsprechende Gerüchte seien "absolut falsch".

Am Ende des dritten Quartals wies airberlin ein negatives Eigenkapital von 6,0 Millionen Euro aus. Den Berlinern standen 312 Millionen Euro flüssige Mittel zur Verfügung, um das laufende Geschäft zu bestreiten.

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aero.de / Dennis Dahlenburg / flugrevue.de / as


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