23.10.2015
FLUG REVUE

Mit schnellen Handlungsvorschlägen zurück zum PlanbetriebAmadeus-Software steuert Verspätungs-Management

Amadeus hat am Donnerstag die neue Steuerungssoftware "Amadeus Schedule Recovery" vorgestellt. Mit ihrer Hilfe sollen Fluggesellschaften bei Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf, wie beispielsweise schlechtem Wetter oder Überlastung der Flugsicherung, schneller reagieren können. Die „Empfehlungsplattform“ analysiert Daten, um Probleme schnell und effizient zu identifizieren und entsprechende Handlungsvorschläge anzubieten.

Airbus A380 Qantas Nancy Bird-Walton

Qantas steuert Verspätungen mit der neuen Software "Schedule Recovery" vom Amadeus, um schneller zum Regelbetrieb zurückkehren zu können. Foto und Copyright: Qantas  

 

Die Software unterstütze Fluggesellschaften, schnelle Entscheidungen zu treffen, wenn sie Flüge verschöben oder absagten, das Fluggerät wechselten oder eine neue Landezeit zuweisen müssten, meldete Amadeus. "Schedule Recovery" (Flugplan-Wiederherstellung) senke zudem den manuellen Aufwand und verbessere die Qualität der Entscheidungen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Kosten und der Auswirkungen auf die Passagiere. Die Software nutzt Echtzeit-Business-Intelligence und eine umfangreiche Visualisierung. Sie kann an die individuellen Prioritäten und an sich verändernde Anforderungen der Fluggesellschaft angepasst werden.

Qantas Airways, Australiens größte Fluggesellschaft, nutzt als erster Kunde die Software, um betriebliche Prozesse bei Störungsfällen effizienter zu gestalten. „Bei Qantas nehmen wir die Auswirkungen von Unregelmäßigkeiten auf unsere Reisenden sehr ernst. Die Lösung von Amadeus hilft uns, die Anzahl und das Ausmaß an Verspätungen, die auf Wetterbedingungen, hohes Verkehrsaufkommen oder andere Störungen im Betriebsablauf zurückzuführen sind, zu reduzieren. Das bedeutet für die Passagiere insgesamt verbesserte Reiseprozesse“, sagte Paul Fraser, Head of Operations bei Qantas. „Amadeus hat eine Lösung entwickelt, mit der wir unsere Effizienz steigern und Geschwindigkeit erhöhen können, um jegliche Verspätungen zu minimieren.“

Amadeus Schedule Recovery eignet sich für Fluggesellschaften, deren Größe, Komplexität der Betriebsabläufe und Handlungsdruck eine manuelle Entscheidungsfindung erschweren. Die Software setzt keine anderen Amadeus Produkte voraus und kann in bestehende Passagierservice-Systeme integriert werden. 

"Schedule Recovery" besteht aus drei Modulen: Airport Resource Tracker, Schedule Manager und Schedule Optimiser. Der Airport Ressource Tracker ermöglicht eine effizientere Interaktion mit der Flugsicherung, so dass die vorhandenen Start- und Landezeiten bestmöglich genutzt werden können. Durch eine schlechte Steuerung der Betriebsabläufe können auch beim Check-In, am Gate oder bei der Gepäckausgabe Kapazitätsengpässe auftreten. Der Airport Ressource Tracker berücksichtigt diese Punkte bei der Entscheidungsfindung der Airline, um einen reibungslosen Ablauf der Reise sicherzustellen.

„Einer der größten Kritikpunkte von Reisenden gegenüber Fluggesellschaften ist der Umgang mit Unregelmäßigkeiten. Amadeus hat Schedule Recovery entwickelt, damit Airlines schneller Entscheidungen auf einer guten Informationsbasis treffen können, wenn sie Störungen, aus welchem Grund auch immer, zu bewältigen haben“, sagte Pascal Clement, Head of Travel Intelligence bei Amadeus. „Aus Unternehmenssicht betrachtet, sind Entscheidungen zur operativen Steuerung schwer messbar und nicht transparent. Amadeus Schedule Recovery unterstützt einen integrierteren Überblick über alle betrieblichen Prozesse. Die Lösung stellt sicher, dass Fluggesellschaften alle Kostenaspekte in Verbindung mit jeglichen Entscheidungen zur operativen Steuerung einschätzen können.“

Der Amadeus Konzern beschäftigt weltweit rund 13.000 Mitarbeiter und ist mit Zentralen in Madrid (Hauptsitz), Nizza (Entwicklung) und Erding (Betrieb) sowie an 71 weiteren Standorten auf der ganzen Welt mit Amadeus Commercial Organisations vertreten.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Jumbo-Jet-Kunden Top 10: Airlines mit der größten Boeing 747-Flotte

12.10.2017 - Viele Jahrzehnte war die Boeing 747 das größte Passagierflugzeug der Welt. Fast jede internationale Airline auf der Welt setzte auf den Jumbo Jet aus Seattle. Wer kaufte die meisten Exemplare der … weiter

GE Aviation und Qantas App soll beim Treibstoffsparen helfen

08.09.2017 - Qantas-Piloten und der US-Technologiekonzern GE Aviation haben gemeinsam die App "FlightPulse" entwickelt. Sie informiert Piloten über ihre individuelle Performance in Sachen Treibstoffverbrauch. … weiter

Boeing 787-9 Qantas stationiert vier Dreamliner in Brisbane

29.08.2017 - Mitte 2018 soll die erste von vier Boeing 787-9 nach Brisbane an der Nordostküste Australiens kommen. Von dort aus will die Airline auch neue internationale Strecken bedienen. … weiter

Sydney-London Qantas will längsten Direktflug anbieten

25.08.2017 - Die australische Airline fliegt von 2018 an mit einer Boeing 787-9 nonstop von Perth nach London. Doch sie will noch längere Strecken bedienen. Dafür müssen aber erst noch die passenden Flugzeuge … weiter

Museum übernimmt historischen Qantas-Vierstrahler Travolta stiftet seine Boeing 707

30.05.2017 - Der Schauspieler John Travolta hat seine private Boeing 707 einem australischen Luftfahrtmuseum vermacht. Der historische Vierstrahler stand einst bei Qantas im Liniendienst. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF