04.03.2014
FLUG REVUE

Anreiz zur AufspaltungAustralische Regierung plant Teilung von Qantas

Die australische Fluggesellschaft Qantas könnte bald in separate Bereiche für das defizitäre Auslandsgeschäft und das noch immer profitable Inlandsgeschäft aufgeteilt werden. Dies sehen Pläne der australischen Regierung vor, die am Montag bekannt gemacht wurden.

Airbus_A330-200_Qantas

Ein Airbus A330-200 von Qantas. Grafik und Copyright: Airbus  

 

Die australische Regierung wolle die regulatorischen Rahmenbedingungen für ausländische Beteiligungen an australischen Fluggesellschaften vereinheitlichen, teilte Premierminister Tony Abbott am Montag mit. Damit entfiele die bisherige, seit deren Privatisierung 1992 nur für Qantas geltende, Beteiligungsobergrenze von 49 Prozent für ausländische Investoren im Gesamtunternehmen. Die Regierung sehe darin den besten Weg, australische Arbeitsplätze zu sichern. Man wolle eine starke und wettbewerbsfähige Qantas. Die bisherigen Beschränkungen benachteiligten das Unternehmen einseitig, so die Regierung. Sie werde in Kürze die entsprechenden Änderungen verabschieden. Qantas hatte nach hohen Verlusten vor kurzem den Abbau mehrerer tausend Stellen angekündigt.

Es gilt als wahrscheinlich, dass Qantas in einen internationalen und einen nationalen Bereich aufgeteilt wird. Während die internationale Airline im Rahmen anderer australischer Gesetze weiterhin an eine 49-Prozent-Beteiligungsobergrenze gebunden wäre, wäre für den Inlandsbereich durch die jetzt angekündigte Liberalisierung eine Mehrheitsbeteiligung ausländischer Investoren möglich. So ist Qantas-Konkurrent Virgin Australia zu zwei Dritteln im Besitz ausländischer Investoren. Zur Debatte steht angeblich auch eine bisherige Vorschrift, nach der die Hauptverwaltung von Qantas in Australien angesiedelt sein muss und nach der zwei Drittel ihrer Aufsichtsräte aus Australien stammen müssen.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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