06.12.2013
aero.de

Flug 4U-753BFU findet keine Erklärung für Luftnotlage vor Köln

Die Untersuchung der Luftnotlage des Germanwings Flugs 753 am 19. Dezember 2010 bleibt ergebnislos. Am Donnerstag legte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ihren Abschlussbericht vor, der keine Erklärung für die erheblichen kapazitiven Beeinträchtigungen beider Piloten im Anflug auf Köln-Bonn fand. Technische Defekte seien auszuschließen, auch für eine Vergiftung der Crew durch Öldämpfe hätten sich keine Hinweise gefunden.

A319 Germanwings

In einer A319 von Germanwings trat eine „Luftnotlage“ wegen schlechter Kabinenluft auf. © Matthias Gründer  

 

"Die BFU geht von einer massiven Geruchsentwicklung aus, konnte aber im Nachhinein keine nachweisbaren Fakten hierfür feststellen", erklärte die Behörde. Möglicherweise werde eine neue Studie zu Vorfällen mit kontaminierter Kabinenluft mehr Klarheit schaffen, die Anfang 2014 vorliegen soll.

"Bei dem Ereignis kam es im Landeanflug zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung der Cockpitbesatzung, die mit einer deutlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit beider Piloten verbunden war", heißt es aus Braunschweig.

Am betroffenen A319 seien aber weder eine Fehlfunktion der Klimaanlage noch Öllecks in den Triebwerken festgestellt worden. Auch eine Geruchsentwicklung in Zusammenhang mit Enteisungsmitteln sei auszuschließen.

"Obwohl beide Piloten durch das Ereignis deutlich in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt waren, verliefen der Anflug und die Landung nach Auswertung der vorliegenden Daten stabil", sagte Untersuchungsführer Johann Reuß. Der Kapitän gab zu Protokoll, das Flugzeug "am Ende seiner Leistungsfähigkeit" von Hand gelandet zu haben.

Laut Abschlussbericht konnte der Kapitän nach vier Tagen den Flugdienst wieder aufnehmen. Der bei dem Vorfall 26 Jahre alte Erste Offizier war bis zum 10.07.2011 flugdienstuntauglich.



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