16.05.2017
FLUG REVUE

Low Cost Monitor des DLRBilligflieger weiter auf Wachstumskurs

Ein Rekordangebot, steigenden Wettbewerb und fallende Preise beobachtet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Billigflugsektor. 518 unterschiedliche Strecken steuerten die Low-Cost-Airlines im Winterflugplan 16/17 ab Deutschland an.

Boeing 737-800 Ryanair Ankunft in Frankfurt mit Lufthansa-Jets

Ankunft von Ryanair am Flughafen Frankfurt. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Alleine die irische Ryanair steigerte das Angebot um ein Fünftel, kleinere Fluggesellschaften wie Transavia und Norwegian verdoppelten ihr Angebot sogar. Das größte Angebot an Niedrigpreisflügen in und ab Deutschland hat nach wie vor die Lufthansa-Tochter Germanwings, sie verfügt über mehr als 50 Prozent Marktanteil. Das zeigt eine aktuelle Studie, die das DLR am Dienstag vorstellte. In dem sogenannten Low Cost Monitor untersucht das DLR regelmäßig die Markt der Niedrigpreis-Angebote von Fluggesellschaften im deutschen Luftverkehr.

Die Preise für entsprechende Flüge sinken weiter. Während im Vorjahr die durchschnittlichen Bruttopreise für einen einfachen Flug zwischen 64 und 107 Euro lagen, konnte im Januar 2017 eine Preisspanne zwischen 44 und 105 Euro festgestellt werden. Neben den niedrigen Ölpreisen dürfte das insbesondere auch mit dem sich weiter verschärfenden Wettbewerb zusammenhängen.
Die meisten Billigflieger starten von Berlin-Schönefeld, Hamburg und Köln/Bonn, also Flughäfen, die schon lange von den Niedrigpreis-Airlines angesteuert werden. Doch auch an Flughäfen wie Frankfurt und München, die hauptsächlich von konservativ wirtschaftenden Fluggesellschaften wie der Lufthansa genutzt werden, versuchen die Billigflieger Fuß zu fassen: In München entstand in diesem Jahr eine Basis von Eurowings und ab Herbst 2017 bedient Ryanair 20 Flugziele ab Frankfurt.

Der zunehmende Konkurrenzdruck im Segment der Billigflieger kennt nicht nur Gewinner. Die deutsche airberlin zieht sich zunehmend aus dem umkämpften Markt zurück. Auf Wunsch von airberlin wird die Fluggesellschaft im „Low Cost Monitor“ des DLR nicht mehr statistisch erfasst.



Weitere interessante Inhalte
Irische Niedrigpreis-Airline Ryanair verkleinert Basis in Frankfurt-Hahn

23.02.2018 - Ryanair reduziert die Zahl der in Frankfurt-Hahn stationierten Flugzeuge, der Flughafen Frankfurt am Main profitiert davon. … weiter

Die Cargo-Spezialisten Top 10: Die größten Frachtflugzeuge der Welt

23.02.2018 - Angefangen hat es in der Pionierzeit der Luftfahrt mit Briefen, heute passen riesige Generatoren und ganze Segelyachten in die Frachträume der großen Transportflugzeuge. … weiter

Infotag für Nachwuchspiloten Be a pilot Screening Day in München

23.02.2018 - Welche Wege führen ins Cockpit, und wie finanziert man die Ausbildung? Alle wichtigen Infos rund um den Beruf des Verkehrspiloten gibt es am 24. Februar am Flughafen München. … weiter

Neues Angebot von FTI Nonstop ab Nürnberg nach Dubai

22.02.2018 - Ab 25. März bietet FTI eine wöchentliche Verbindungen durch Condor von Nürnberg nach Dubai. Somit wird das Angebot von Emirates ab München oder Frankfurt ergänzt. … weiter

Hilfe für Schüler bei der Berufsfindung Airbus-Stiftung beginnt "Flying Challenge"-Betreuungsprogramm

22.02.2018 - Im Rahmen des halbjährigen Betreuungsprogramms "Flying Challenge" unterstützen Airbus-Mitarbeiter erstmals Schüler aus Hamburg mit maßgeschneiderter Hilfe bei der Berufswahl und informieren über einen … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert