26.10.2017
FLUG REVUE

Nachfolger der 777Boeing 777X: Die Kunden

Die Boeing 777X wird mit klappbaren Flügelspitzen ausgerüstet und soll den Airlines auf Langstrecke Treibstoff sparen. Der etwas oberhalb des Airbus A350 angesiedelte Langstreckenjet kann bis jetzt 326 Bestellungen vermelden.

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Die 777X in den Farben der Lufthansa. Foto und Copyright: Boeing  

 

Die Flugzeugfamilie der Boeing 777X besteht aus der 777-8 und der 777-9. Die kleinere 777-8 bietet je nach Konfiguration 350 – 375 Passagieren Platz und hat eine Reichweite bis zu 16110 km. Die größere Version, die 777-9, kann mehr Passagiere transportieren, hat dafür aber eine geringere Reichweite. Sie kann bis zu 14075 km nonstop fliegen und mit 400 – 425 Sitzen ausgestattet werden.  Damit ist das Modell für den Einsatz an Drehkreuzen geeignet.

Der Flugzeugtyp wurde auf der Dubai Airshow im November 2013 erstmalig präsentiert und stellt die Konkurrenz zum Airbus Langstreckenjet A350 dar. Die 777X ist das größte zweistrahlige Flugzeug der Welt. Beide Versionen werden eine Spannweite von 71,8 m aufweisen. Eine Besonderheit stellten klappbare Flügelspitzen dar. Realisiert durch einen Motor und einen Drehantrieb können die Flügelspitzen nach der Landung hochgeklappt werden, womit sich 3,5 m pro Flügel einsparen lässt. Die Spannweite am Boden verringert sich dadurch auf 64,8 m. Neben dem einfacheren Rollen am Boden ermöglicht diese Technik auch eine Weiterbenutzung der Gates der aktuellen 777. Ohne einklappbare Flügelspitzen wäre die Spannweite sonst dafür zu groß. Drei Komponenten des Systems werden von Lieberherr-Aerospace mit Sitz in Lindenberg/Allgäu gefertigt. 

Das Modell soll zwölf Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als ihre Vorgängerin, die Boeing 777. Der Flügel wird aus kohlfaserverstärktem Kunststoff (CFK) bestehen. Für die Fertigung wurde eine neue CFK-Flügelproduktionshalle in Everett gebaut welche eine Herstellung von bis zu 100 Flugzeugen pro Jahr erlaubt.

Der Listenpreis der 777-9 liegt bei 408,8 Millionen US-Dollar (Stand Juni 2017). Der Airbus A350-1000, der zwischen 366 und 440 Passagieren Platz bietet, kostet im Jahr 2017 359,3 Millionen US-Dollar. Die kleinere Version der 777X, die 777-8, wird mit 379,2 Millionen US-Dollar gelistet. Ein hinsichtlich der Kapazität vergleichbares Modell der A350-Familie ist die A350-900 mit 325 Sitzplätzen. Sie kostet im Jahr 2017 311,2 Millionen US-Dollar.

Die Endmontage der ersten 777X soll 2018 erfolgen. Der Erstflug wird um vier Monate verschoben auf Februar 2019. Mit der Auslieferung soll 2020 begonnen werden.


WEITER ZU SEITE 2: ANA Holdings Inc. (All Nippon Airways)

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