26.08.2013
aero.de

Condor-Prinzip steht Pate für Thomas Cook Airlines

Fusionen liegen in der Airlinebranche schwer im Trend. Das hat auch Thomas Cook erkannt und legt seine vier Gruppenairlines zusammen.

Condor-Prinzip steht Pate für Thomas Cook Airlines

 

 

"Ziel ist es, die Condor sowie die Thomas-Cook-Gesellschaften in Großbritannien, Belgien und Skandinavien wie eine einzige Fluggesellschaft zu führen", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup Anfang Juni. Teckentrup und Thomas Cook Airlines-Chef Christoph Debus haben dabei nicht nur Kostenvorteile im Blick.

Zwar sollen die Ausgaben - vor allem durch Synergien bei Einkauf, Wartung und IT - bis 2015 um 150 Millionen Euro sinken. Die gruppeninterne Fusion der Schwergewichte Condor und Thomas Cook Airlines Großbritannien hat aber weitaus größeres Potenzial.

In aller Stille verlegt Thomas Cook den Schwerpunkt seines Airlinegeschäfts vom Charter- auf den weitaus lukrativeren Linienverkehr der Langstrecke.

"Wir arbeiten im Moment hochkonzentriert an der Ausschöpfung der Synergien innerhalb des Konzerns - so zum Beispiel an der Entwicklung einer Langstreckenstrategie, Einzelplatzverkauf für die englische Airline, aber auch an einer Vereinheitlichung der IT", sagte eine Condor-Sprecherin aero.de.

Condor baute in den letzten Jahren ein Netzwerk aus Fernlinien auf, bei deren Planung der Einzelplatzverkauf im Vordergrund stand. Die Strategie ist so erfolgreich, dass Condor auf der Langstrecke bald auch eine vollwertige Business Class anbietet. Bis Sommer 2014 sollen alle Interkontjets umgerüstet sein und mehr Geschäftsreisende an Bord nehmen.


Zweiter Langstrecken-Hub in Manchester

Teckentrup und Debus wollen das Condor-Prinzip schrittweise auf Thomas Cook übertragen. Bereits im Winter wertet der Konzern Manchester zum zweiten Langstreckenhub neben Frankfurt auf. Ein Interline-Abkommen mit Flybe soll Anschlusspassagiere nach Manchester bringen. Die Flugpläne von Frankfurt und Manchester wird Thomas Cook eng aufeinander abstimmen.

Fehlt noch ein einheitlicher Markenauftritt. Nach Informationen von aero.de gibt es bei Thomas Cook allerdings noch keine Tendenzen, welche Airline später gegebenenfalls zur Dachmarke wird. "Das Thema einheitliche Marke für die Thomas Cook Airlines ist sicherlich wichtig, hat aber im Moment nicht höchste Priorität, da die kommerziellen Themen derzeit relevanter sind", sagte die Sprecherin.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
aero.de / Dennis Dahlenburg


Weitere interessante Inhalte
Neue Airline von Niki Lauda Zusätzliche Laudamotion-Flüge von der Schweiz aus

06.03.2018 - Laudamotion will im Sommer zwei Flugzeuge im Schweizer Markt einsetzen. Von Zürich und Basel aus sollen neun neue Destinationen angeflogen werden. … weiter

Neues Angebot von FTI Nonstop ab Nürnberg nach Dubai

22.02.2018 - Ab 25. März bietet FTI eine wöchentliche Verbindungen durch Condor von Nürnberg nach Dubai. Somit wird das Angebot von Emirates ab München oder Frankfurt ergänzt. … weiter

Niki-Nachfolge Condor vermarktet Laudamotion-Flüge

16.02.2018 - Über die deutsche Thomas-Cook-Tochter können Flüge von Niki Laudas neuer Fluggesellschaft gebucht werden. … weiter

Nach der airberlin-Pleite Condor wächst auf der Kurz- und Mittelstrecke

09.02.2018 - Die Thomas Cook Group Airlines erhöht vom Sommer an ihre Kapazität um zehn Prozent. Mit einem neuen Luftverkehrsbetreiberzeugnis soll die deutsche Tochter Condor zusätzliche Flugzeuge von Deutschland … weiter

Entscheidung im österreichischen Bieterverfahren Lauda gewinnt das Rennen um NIKI

23.01.2018 - Die insolvente österreichische Fluggesellschaft Niki Luftfahrt GmbH aus Wien wird durch den einstigen Unternehmensgründer Niki Lauda übernommen. Dies entschied der NIKI-Gläubigerausschuss vergangene … weiter


FLUG REVUE 06/2018

FLUG REVUE
06/2018
14.05.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- ILA AKTUELL: Die Highlights in Berlin
- Alexander Gerst: Die zweite Mission
- Aircraft Interiors: Sitze zwischen Leichtbau und Luxus
- Überschall ohne Knall: Skunk Works bauen X-Plane
- Flughafen München: Angriff auf Frankfurt