12.06.2012
aero.de

Delta kann sich schneller von 50-Sitzern trennen

Regionaljets mit 50 Sitzen waren in den 90er Jahren der Hit, nun will sie keiner mehr haben. Delta Air Lines zieht die Ausmusterung von 200 Bombardier CRJ100 und CRJ200 jetzt vor.

US-Branchenriese Delta Air Lines kann sich schneller von unrentablen 50-Sitzern seiner Regionalflotte trennen. Eine neue Vereinbarung mit der Pilotengewerkschaft ermöglicht es Delta, von ihren Regionalpartnern bis zu 70 zusätzliche Jets mit bis zu 76 Sitzen betreiben zu lassen. Dafür sollen 200 CRJ100 und CRJ200 - zwei Drittel des Bestands - die Regionalflotte schon bis Ende 2015 verlassen. Bislang war die weitgehende Ausgliederung der 50-Sitzer erst für Ende des Jahrzehnts vorgesehen. Gleichzeitig muss Delta unter der Vereinbarung zusätzliche Flugzeuge mit mehr als 76 Sitzen in ihren Mainline-Betrieb nehmen und mit eigenen Piloten bereedern. Die SkyTeam-Airline will hierfür 88 Boeing 717 von Southwest Airlines leasen, die dem Low Cost Carrier im Zuge der Übernahme von AirTran angefallen waren. Die Delta-Piloten müssen dem von ihrer Gewerkschaft ausgehandelten Deal noch bis Monatsende zustimmen.
Fluggesellschaften und Pilotenvertretungen ringen bei Tarifverhandlungen regelmäßig hart um die sogenannten Scope Clauses. Diese legen fest, ab welcher Anzahl von Sitzen eine Airline ein Flugzeug mit eigenen Piloten bereedern muss. Die Gewerkschaften versuchen, möglichst wenig Flugbetrieb außerhalb der eigenen Tarifverträge zuzulassen, während Airlines margenschwache Regionalstrecken und Feederverkehre aus Kostengründen gerne an Partner auslagern.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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