14.02.2017
FLUG REVUE

Konkurrenz für die LufthansaWizz Air fliegt ab Frankfurt

Die ungarische Niedrigpreis-Airline nimmt zwei neue Strecken ab dem Frankfurter Flughafen ins Programm. Mit dem immer größer werdenden Angebot dürfte vor allem die Lufthansa in Bedrängnis kommen.

Airbus A321neo Wizz Air

Airbus A321neo in Wizz Air-Lackierung. Grafik und Copyright: Airbus  

 

Wizz Air wird ab dem 22. Mai respektive 15. Dezember täglich von Frankfurt nach Sofia und nach Budapest fliegen. Für diesen Zweck wird die Low-Cost-Airline zwei nagelneue A321ceo mit jeweils 230 Plätzen in Dienst stellen. Flugtickets für die neuen Routen starten bei 29,99 Euro und sind bereits jetzt unter wizzair.com buchbar. „Wir sind sicher, dass die neuen Reiseziele ab Frankfurt sowohl bei Geschäfts- als auch bei Urlaubsreisenden äußerst beliebt sein werden“, sagt George Michalopoulos, Manager bei Wizz Air. Mit dem neuen Standort in Frankfurt, wächst das Wizz-Angebot auf 78 Destinationen, die von 11 deutschen Flughäfen bedient werden. Die Frage, ob neben Sofia und Budapest auch andere Ziele ab Frankfurt hinzukommen werden, konnte Michalopoulos noch nicht beantworten.

Erst kürzlich gab auch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair bekannt, ab März den Flugbetrieb von Frankfurt aufzunehmen und beliebte Urlaubsziele anzusteuern. Die Lufthansa reagierte bereits auf die neue Konkurrenz und schickt ihre Low-Budget-Tochterairline Eurowings ins Rennen. 

Lange Zeit waren die Gebühren des Frankfurter Flughafens zu teuer, der daher für Billig-Flieger unattraktiv war. Erst mit einer kürzlich vom Land Hessen genehmigten Gebührenordnung kann der Flughafenbetreiber Fraport allen Airlines, die in Frankfurt den Betrieb aufnehmen oder ein neues Angebot anbieten, deutliche Vergünstigungen ermöglichen. „Die Entscheidung von Wizz Air zeigt die immer größer werdende Rolle des Frankfurt Airport im Segment der Low-Cost-Airlines“, erklärt Winfried Hartmann, Vertriebsmanager bei Fraport AG. „Die tägliche Verbindung zur bulgarischen Hauptstadt Sofia stellt eine hervorragende Ergänzung unseres existierenden Routenportfolios dar.“

Alexandros Mitropoulos


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